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Archive für November 2007

Wichtige Information für Nutzer von Aquatec Badewannenlifter

Da man von Sanitätshäusern oft falsche oder nur unzureichende Informationen bekommt, muss man sich als behinderter Mensch meist selbst um korrekte Antworten kümmern. Und dafür gibt es zum Glück kompetente Mitarbeiter der Herstellerfirmen.

Auf meine Anfrage an zwei Sanitätshäuser, ob bei einem Badewannenlifter kippgefahr besteht, wenn dieser aufgrund einer größeren Badewannenbreite nicht auf den Rändern der Wanne beiderseits aufliegt, sondern nur auf einer Wannenseite, lautete die Antwortet, dass keine Kippgefahr bestehen würde, da die Saugfüße das verhindern würden. Auf meine weitere Frage ob es eine Verbreiterung für die Badewannenlifter gibt, bekam ich zur Antwort: gibt es nicht, wenn dann nur im Sonderbau und das wäre teuer.

Diese Antworten haben mich nicht befriedigt, nochzumal ich als beidseitig Oberschenkelamputierter, mit nicht vorstellen kann, dass der Badewannenlifter nicht kippt, wenn er nur auf einer Seite aufliegt. Also habe ich Aquatec angeschrieben und nachgefragt und hier die Antwort, die heute kam:

Guten Tag Herr Barth,

für den Aquatec Fortuna gibt es leider kein Zubehör mehr, da dieses Modell schon einige Zeit ausgelaufen ist.

Es gibt ab dem 01.01.2008 für das Modell Orca neues Zubehör, womit sie den Lifter auf max. 98 cm verbreitern können. Dies wird durch Sonderseitenklappen erreicht, welche an einen normalen Orca angebracht werden.

Jedoch empfehlen wir Ihnen sich an ein Sanitätshaus zu wenden und gemeinsam mit diesem diese Möglichkeit durchzusprechen.

Bitte verwenden Sie keinen zu kleinen Badewannenlifter, da dadurch tatsächlich eine Kippgefahr besteht. Die Seitenklappen müssen immer auf beiden Seiten der Badewanne aufliegen!

Freundliche Grüße
Verena Kimmerle
Kundenservice

INVACARE AQUATEC
AQUATEC GmbH
Alemannenstr. 10
88316 Isny / Germany
Phone: +49 (0) 75 62 / 7 00-94
Fax:    +49 (0) 75 62 / 7 00-66
E-Mail: vkimmerle@invacare-aquatec.com
Web: www.invacare-aquatec.com

 Man sollte doch meinen, dass sich die Sanitätshäuser auskennen und auch auf dem neuesten Stand sind. Aber dem ist nicht so, denn der Badewannenlifter muss auf beiden Seiten aufliegen und ab 1.1.2008 gibt es auch eine Verbreiterung für die Badewannenlifter der Reihe Ocra.

Wer also einen solchen Badewannenlifter nutzt, und eine breitere Wanne hat, kann sich die Verbreiterung verordnen lasssen. Und wer noch ein altes Modell hat, kann sich ein neues verordnen lassen, damit die Sicherheit gewährleistet ist.

unsere Arbeit trägt Früchte …

tag täglich bekomme ich Zuspruch und Emails aus ganz Deutschland, und jeder lobt unsere Arbeit und  unsere Webseiten … das zeigt mir, dass wir auf dem richtigen Weg sind … ständig sind wir am Aktualisieren und Erweitern unserer Internetpräsenz, um so viel Informationen und Hilfestellungen wie möglich zu geben. … unser Ziel ist, dass Barrierefrei im Alltag zum Informationscenter für Behinderte Menschen wird, wo aber auch sich nicht behinderte Menschen informieren können … und dass alles ehrenamtlich

bald im neuen Zuhause

ab 1. Februar 2007 können wir in unser neues Zuhause ziehn … mit Freuden erwarten wir diesen Termin … denn dann kann ich mich endlich wohl fühlen in einer behinderten - und rollstuhlgerechten Umgebung …

es ist eine grosse Last von mir gefallen und ich lasse jetzt einfach alles auf mich zukommen ….

hat man Worte …

seit ein paar Wochen häufen sich die Vorfälle … zunächst habe ich es für ein Versehen gehalten … inzwischen denke ich dass es sich um reine Diskriminierung von behinderten Menschen handelt … mein Elektro-Rollstuhl der in der Tiefgarage des Hauses (Frauenrichterstrasse 27)steht, indem ich derzeit noch wohne, wird als Abfalltonne benutzt … es landen Gemüseabfälle in der kleinen Ladefläche hinten …. leere Verpackungen … die Abdeckplane wird vom Rollstuhl gerissen und liegt am Boden …  meine Regenplane, die sich im Rollstuhl gefindet, wird rausgerissen und liegt dann am Boden …. also ehrlich was denkt sich die Person oder die Personen dabei … ich geh ja auch nicht her und lege auf die Autos meinen Abfall … es bewahrheitet sich immer wieder nicht ich bin behindert, sondern die, die so etwas machen, die sind nämlich im Kopf behindert und haben einen beschränkten Horizont … anstatt die Menschen froh sind, wenn sie kein Handicap haben und gesund durchs Leben gehen können … diskriminieren sie ihre Mitmenschen mit solchen Handlungen … da fehlen einem echt die Worte !!!!

es geht vorwärts …

am Dienstag (20.11.2007) hatte ich meinen Termin beim Oberbürgermeister der Stadt Weiden und so wie es aussieht, entwickelt sich das Ganze zum positiven für Weiden und seine behinderten Mitbürger … der OB hat mir zugesichert, dass er sich um das Thema barrierefreie Wohnungen kümmern wird … und auch dafür sorgen wird, dass die Wohnungen, die der Stadt Weiden gehören teilweise (im EG) barrierefrei umgebaut werden … und auch im Stadtbau soll sich hier einiges ändern … wir werden sehen wie sich das Ganze entwickelt

 heute bekam ich Besuch vom Stadtrat Dr. Hofmeister und wir haben uns über das Thema barrierefreier Wohnraum in Weiden sehr intensiv unterhalten … Ansätze die in Weiden gegeben sind, müssen vertieft und ausgebaut werden, um den behinderten Menschen in Weiden zu helfen … wir haben Informationen und Vorschläge ausgetauscht … und wir haben in Stadtrat Dr. Hofmeister einen Unterstützer und Befürworter unserer Sache gefunden …

ich weiss, dass es nicht einfach ist, und das es auch unmöglich ist von heute auf morgen für alle Behinderten einen barrierefreien Wohnraum zu schaffen … aber wenn man die Menschen darauf hinweist, wo man etwas ändern kann und die Menschen dazu bewegen kann, umzudenken, dann kann man auch etwas erreichen … zunächst muss man den Menschen ersteinmal vermitteln, dass Barrierefreiheit ein Thema ist, was uns alle angeht, und nicht nur einen Teil der Bevölkerung … wenn die Menschen verstanden haben, dass eine barrierefreie Wohnung nicht nur behinderten Menschen hilft, sondern allen, dann haben wir schon viel erreicht … denn man kann immer in einer barrierefreien Wohnung bleiben egal ob man alt oder krank wird … in einer normalen Wohnung ist das nicht möglich

wichtig ist es Bauherrn und Vermieter zu informieren, zum einen, dass Bedarf an barrierefreien Wohnungen vorhanden ist, und das der Bau bzw. Umbau vom Staat (wichtig Antrag vor Baubeginn stellen) gefördert wird, werden sicher viele sich für barrierefreie Wohnungen entscheiden

die Aufklärung und Information ist wichtig, denn nur wenn man Kenntnis von etwas hat, kann man es auch umsetzen

die kommenden Wochen und Monate werden zeigen, wo sich etwas bewegen kann und wird

auf der Webseite haben wir eine Umfrage - Aktion gestartet, an der man online teilnehmen kann, oder man kann das Formular ausdrucken und verteilen und weitergeben an Betroffene … Sinn der Aktion ist es, zu erfahren, wer einen barrierefreien Wohnraum sucht, um ersteinmal einen Anhaltspunkt zu haben und genauere Angaben zu haben

ohne Worte …

Ich muss mich doch wundern, über manche Menschen. Ich hatte ja Stadträte aller Fraktionen angeschrieben, wegen dem bestehenden Wohnungsmangel an barrierefreien Wohnungen in Weiden. Ich bekam zwei Rückmeldungen von Stadträten, den einen soll ich ab dem 15. November treffen, der andere wollte gleich am anderen Tag kommen, da hatte ich aber bereits anderweitig zu tun. Dann hätte es der Samstag sein sollen, da kam auch keiner, es kam nur eine Email, dass er sich am 12. November wegen einem neuen Termin mit mir in Verbindung setzen wollte …. nichts … ich habe sogar noch mal hingemailt … aber bis heute keine Antwort …. ich komme mir da echt vera……. vor. So kann man doch nicht mit Menschen umgehen, nochzumal als Stadtrat … Dafür hat man echt keine Worte. Aber da sieht man wieder einmal dass behinderte Menschen nicht für ernst genommen werden.

Wenn man etwas ausmacht, sollte man sich auch daran halten … barrierefreier Wohnraum ist ein sehr ernstes Thema. Im Versprechen sind alle schnell, aber wenn es darum geht, Versprechen einzuhalten, dann hört man nichts mehr. Wer nicht betroffen ist, weiss gar nicht, wie sich Menschen fühlen, die in ihrer Wohnung aufgrund ihrer Behinderung nicht zurecht kommen.

Soll sich doch einmal einer der Herren in einen Rollstuhl setzen und versuchen einen Tag lang zurecht zu kommen. Los gehts schon wenn im schönen Eigenheim, die Schlafräume oben sind und auch das Bad, wie kommt man da wohl hoch wenn man nicht mehr laufen kann? Wie kommt man durch Türen, durch die kein Rollstuhl passt, wie kommt man raus, wenn Treppen da sind, die ersteinmal überwunden werden müssen. … Schön reden kann ich auch, das ändert aber nichts. So ein Problem muss man anpacken, Lösungen suchen und auch Entscheidungen treffen, die auch umgesetzt werden. Alles reden hilft uns nichts, den davon haben wir keine Wohnungen für Behinderte Menschen.

Auch wenn mich viele nicht ernst nehmen, oder denken, lass den doch labern … ich werde nicht nachgeben … ich werde immer wieder hinschreiben und auf das Problem aufmerksam machen. Denn so kann es nicht weitergehen. Und jeh mehr sich anschließen und mitkämpfen um so mehr können wir erreichen.

Hallo Tagebuch…

Mein Weihnachtswunsch hat sich erfüllt - endlich eine barrierefreie Wohnung …. heute war ich wieder dort und habe schon mal die Plätze verteilt, wo Steckdosen, Kabel etc . hinsollen, da sich die Wohnung noch im Rohbau befindet. Wenn alles klappt, so wie es soll, dann können wir noch vor Weihnachten einziehen. Wenn nicht dann zum Januar. Wir freuen uns schon rießig. DANKE AN DEN HERRGOTT, dass er unsere Gebete erhört hat.

Man sieht was lange währt, wird endlich gut. Damit auch andere behinderte Menschen bald zu einen Wohnraum kommen, werden wir weiterkämpfen. Und dass sich in Sachen Barrierefreiheit in Deutschland bald etwas bewegt. Und es im Gesetz verankert wird, dass Wohnraum geschaffen werden muss.

 Morgen bin ich wieder in der Wohnung und treffe ich mit dem Architekten, der für den barrierefreien Ausbau zuständig ist …. dann gibt es mehr Infos

es zeigen sich erste Auswirkungen

Hallo Tagebuch,

in den letzten Tagen habe ich dich etwas vernachlässigt … aber hier nun ein neuer Eintrag. In den letzten Tagen habe ich den Behindertenführer für Weiden in Angriff genommen. Hier finden sich alles was in Weiden barrierefrei ist, soweit bekannt, natürlich wird immer wieder aktualisiert.

Ich habe an alle Stadträte in Weiden Emails versandt, um für ein barrierefreies Weiden zu kämpfen. Habe auch schon erste Rückmeldungen und hoffe, dass sich hier etwas verändert für die Behinderten Menschen in Weiden.

Und in Sachen Wohnraum hat sich auch was bewegt. Nachdem ich über den Wohnungsmangel für Behinderte nun berichte, hat mir die Diakonie Weiden eine Wohnung angeboten, bzw. soll aus einer nicht benutzten Praxis ein barrierefreier Wohnraum für mich und meine Familie entstehen. Mehr demnächst …

Ausserdem hat die Diakonie noch weitere Wohnungen zum vermieten, Interressenten können sich gerne melden.

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