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Archive für 17.2.2008

noch kein barrierefreier Wohnraum in Sicht

auch wenn wieder einige Zeit vergangen ist, eine Änderung hat sich in Sachen barrierefreien Wohnraum noch nicht ergeben. Vor einigen Tagen hat mich ein Mann angesprochen, dessen Frau im Rollstuhl sitzt, und der dringend eine großzügige rollstuhlgerechte und barrierefreie Wohnung sucht. Ich habe den Mann an unserem Oberbürgermeister verwiesen, sowie an den Behindertenbeauftragten Herrn Grundler und an den Leiter des St. Michael Zentrums verwiesen. Aber soweit ich weiss, ist keine barrierefreie Wohnung vorhanden, vielleicht findet sich jemand, der einen solchen Wohnraum zur Verfügung stellt.

kein Verständnis ???? !!!!

…. wieder einmal musste ich erleben was es heisst aufgrund meiner Behinderung benachteiligt zu werden. Seit einigen Monaten bin ich wieder Mitglied einer Partei, nachdem ich vor Jahren ausgetreten bin, da man meine Situation als behinderter Mensch nicht berücksichtigt hat. Ich habe einen neuen Anfang gewagt und es hat ja jeder eine zweite Chance verdient, in der Hoffnung es hätte sich in den vergangenen Jahren etwas geändert. Aber als erstes musste ich wieder mal erfahren, dass es noch immer keine barrierefreien Versammlungsorte bei den Parteien gibt. Die Lokalitäten sind alle nicht rollstuhlgerecht, bzw. man kommt aufgrund der Stufen erst gar nicht hinein. Ich habe dieses Problem bereits an den zuständigen Vorstand getragen (schon im letzten Jahr). Einen barrierefreien Ort habe ich ebenfalls vorgeschlagen, an dem sich alle treffen könnten, denn ich will nicht nur zahlendes Mitglied sein, sondern auch aktiv mitreden, denn ich bin zwar körperlich behindert, aber im Kopf fehlt mir nichts. Da sich immer noch nichts getan hat, habe ich gestern erneut den Vorstand angeschrieben. Über die Antwort habe ich mich doch sehr gewundert. Es wird auf die Homepage verwiesen mit dem Hinweis, dass die Termine für 2008 schon mit dem Wirt abgesprochen sind. Auf der nächsten Vorstandssitzung wolle man aber darüber reden. DANKE!! Ich kann ja nicht mitreden, muss draussen bleiben, weil ich aufgrund meiner Behinderung ausgeschlossen bin. So habe ich mir das eigentlich nicht vorgestellt und das letzte Wort ist da noch nicht gesprochen. Denn diese Antwort ist nicht befriedigen, denn ist bekannt dass ich im Rollstuhl sitze, und das Problem habe ich ja schließlich schon im letzten Jahr vorgebracht, also hätte man ja die Termine für dieses Jahr in eine barrierefreie Gaststätte legen können.

Aber solange die Menschen nicht selbst betroffen sind, können oder wollen sie die Probleme nicht verstehen und die Barrieren nicht sehen. Viele würden anders denken, wenn sie in der Situation wären und überall ausgeschlossen sind aufgrund ihrer Behinderung.

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