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Besichtigung von “Betreutem Wohnen” mit anschliessender Diskussionsrunde

Am Montag den 18. Februar 2008 traf man sich um 16.30 Uhr im St. Michael Zentrum Weiden, um Wohnungen des “Betreute Wohnens” zu besichtigen. Es waren Kommunalpolitiker der FDP und SPD dabei, der Behindertenbeauftragte der Stadt Weiden Herr Grundler, Herr Gebhardt (Leiter der Diakonie), Herr Daubenmerkl (Leiter des St. Michael Zentrums), Barrierefrei im Alltag, zwei Ehepaare aus dem St. Michael Zentrum und noch einige weitere Gäste. Zunächst wurde eine seniorengerechte Wohnung aus dem letzten Bauabschnitt von Herrn Gebhardt vorgestellt, der eine kurze Einführung gab. Es handelte sich um eine großzügige Wohnung mit 3 Zimmer, Küche, Bad, die für Senioren oder auch behinderte Menschen (keine Rollstuhlfahrer - da nicht barrierefrei nach DIN Norm Teil 1)  geeignet ist. Danach wurde eine von einem Ehepaar bewohnte Wohnung besichtigt, um den direkten Vergleich zu haben. Zurück im St. Michael Zentrum wurde noch ein Abstecher in die Kapelle gemacht, in der man kurz innehielt. Um die Besichtigung abzurunden, wurde noch ein bewohntes Zimmer gezeigt, Herr Gebhardt verwies hier darauf, dass nicht nach Bayrischer Norm gebaut wurde, die ca. 27 qm zugestandt, sonder die Zimmer im St. Michael Zentrum sind ca. 37 qm groß mit Einbauschrank, Bett, Tisch, Stuhl, Bad, Notruftelefon und nicht zu vergessen mit Internetanschluss ausgestattet. Um die Eindrücke und entstandene Fragen zu verarbeiten, setzte man sich anschließend an die Besichtigungstour, im 3. Obergeschoss im Bayrischen Aufenthaltsraum zusammen, bei belegten Brötchen, Mineralwasser, Kaffee und Kuchen. Herr Gebhardt eröffnete, die Runde durch eine kurze Begrüßung, und anschliessend wurde die Form des “Betreuten Wohnens” diskutiert. Es ging darum, warum sich ältere Menschen schwer tun, diese Form des Wohnens anzunehmen und in entsprechende Wohnzentren zu ziehen, die Wohnen mit und ohne Betreuung anbieten. Hierzu äußerten sich auch die beiden Ehepaare aus dem St. Michael Zentrum, und gaben ihre Eindrücke und Beweggründe ins Betreute Wohnen zu ziehen weiter. Es wurde über die Finanzierung dieses Projektes gesprochen, über die Kosten des Betreuten Wohnens und über die Aktivitäten, die geboten werden oder noch kommen sollen. Auch dass man meist nur negative Presse zu lesen bekommt, über Senioren und Pflegeheime, aber Positives nie hervorgehoben wird, was zeigt, dass hier ein großer Nachholbedarf besteht. Zu guter letzt wurden noch zwei Therapieräume im Untergeschoss, sowie die hauseigene Küche gezeigt. Mit dem Hinweis von Herrn Gebhardt, dass interessierte Personen sich jederzeit an Frau Richter im St. Michael Zentrum wenden können, schloss der Abend.

 Fazit: Es gibt immer Pro und Contra für Betreutes Wohnen, je nachdem von welchen Standpunkt aus die Argumente kommen. Vermisst habe ich bei dem Ganzen die Integration der behinderten Menschen, denn die Wohnungen sind zwar seniorengerecht und behindertenfreundlich ausgerichtet, aber die Nutzbarkeit für Rollstuhlfahrer bleibt auf der Strecke. Hier ist einfach noch großer Nachholbedarf. Wenn Wohn-Pflege-Therapie Zentren entstehen, sollte auch die Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer berücksichtigt werden. Auch sollte man darauf achten, dass dieses Zentren nicht zu Ghettos für alte Mensche werden, sondern dass eine Generationsübergreifende Wohnform geschaffen wird, wo sich jung und alt ergänzen.

 Michaela Barth

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