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Archive für März 2008

Ostern im Schnee

ja es hat geschneit und nicht zu wenig … auch wenn eine weisse Landschaft schön ist, für Menschen im Rollstuhl ist es eine Barriere im Alltag … der Schnee an sich ist etwas schönes und so viel schneit es ja nicht mehr … aber leider werden die Gehsteige und Strassen nicht dementsprechend geräumt … der eine Bürgersteig ist frei, der andere ist dicht, weil keiner räumt … die Übergänge sind zugeschaufelt … und der Splitt wird überall dick draufgepackt … will man dann als Rollifahrer vor die Tür … hat man es schwer vorwärts zu kommen, wenn man nicht gerade einen großen kräftigen Elektrorollstuhl hat, der durch den Schnee durchackert (zum Glück habe ich einen). Dabei haben wir Wettervorhersagen die früh genug den Schnee ankündigen und so könnte man für freie Gehsteige und Strassen sorgen.

Es gibt natürlich “böse Zungen” die der Meinung sind, was muss der Rollifahrer denn im Schnee überhaupt vor die Tür, soll er doch drinnen bleiben … aber jeder hat das Recht an die frische Luft zu gehen bzw. zu fahren … und wer will schon tagein tagaus in der Stube sitzen …

Schnee ist etwas schönes, aber wer denkt schon daran, dass er zu einer Barriere werden kann …

Armut in Deutschland steigt weiter

In den Kobinet Nachrichten war heute folgender Artikel zu lesen:

VdK-Kampagne: 10.000 Plakatwände gegen Armut.

Berlin (kobinet) Die Einführung von Freibeträgen bei der Riester-Rente fordert der Sozialverband VdK im Rahmen seiner Kampagne “Aktion gegen Armut”. “Wenigstens 50 oder 70 Euro sollten bei Bezug der sozialen Grundsicherung für diejenigen frei bleiben, die sich zusätzlich in einem Riester-Rentenvertrag abgesichert haben”, erklärte VdK-Präsident Walter Hirrlinger.

Mit seiner Kampagne will der VdK Politik, Wirtschaft und Gesellschaft aufrütteln und das Bewusstsein für die wachsende Armut im Land schärfen. 18,3 Prozent der Bundesbürger seien laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) armutsgefährdet mit weniger als 880 Euro Einkommen im Monat. “Armut ist kein Zufallsproblem mehr. Die Gefahr wächst, dass soziale Gerechtigkeit zum Auslaufmodell zu werden droht”, warnte VdK-Präsident Hirrlinger. Deutschlandweit ist die VdK-Kampagne auf 10.000 Plakatwänden zu sehen. hjr

Ehrlich gesagt wundert mich das kein bisschen. Seit Jahren wird die Rente nicht mehr an die Lebenshaltungskosten angepasst. Aber nicht nur den Rentnern, auch den behinderten Menschen und den Arbeitern steht die Armut ins Haus. Das Geld das man am Monatsanfang bekommt ist meist am selben Tag schon weg. Allein die Mieten schlucken den Löwenanteil unserer Gelder. Wenn man dann noch alle Umkosten wie Strom, Telefon etc. abzieht, dann traut man sich schon gar nicht mehr ausser Haus gehen und einzukaufen. Uns Bürgern wird vorgeworfen, wir essen falsch und tun nichts für die Gesundheit, aber wie soll man von den paar Euro die einem bleiben, noch täglich gesund leben mit Obst und Gemüse. Von wegen kauft BIO, Bio kostet im Durchschnitt 50 bis 100 % mehr als die herkömmlichen Lebensmittel.

Wir zahlen täglich mehr, aber unser Einkommen bleibt gleich egal ob Rente oder die Löhne. Ich frage mich wohin das noch führen soll.

Barrierefrei im Alltag jeden Mittwoch in der Cafeteria des St. Michael Zentrums

Jeden Mittwoch von 14.00 h -15.30 h, treffen Sie Barrierefrei im Alltag (Selbsthilfegruppe) vertreten durch Uwe und Michaela Barth in der Cafeteria des St.Michael Zentrum Leimbergerstrasse 44 in Weiden an. Dort kann man über Probleme und Anliegen sprechen. Wir beraten sie auf Ehrenamtlicher Basis.

Maßnahmen für eine barrierefreie Innenstadt

Nach der Begehung der Innenstadt im Oktober 2007 traf man sich am Freitag, den 29. Februar 2008 im Weidener Rathaus zur weiteren Besprechung. Es wurde in der Zwischenzeit nach Lösungen, für die, bei der Begehung festgehaltenen Barrieren, gesucht, welche am Freitag vorgestellt wurden. Wir von Barrierefrei im Alltag haben ehrenamtlich an diesem Treffen teilgenommen. Anwesend war auch der Behindertenbeauftragte der Stadt Weiden Herr Grundler.

Die Maßnahmen wurden in zwei Prioritätsstufen unterteilt.

Oberste Priorität haben die vordringlichen Maßnahmen, die zur Verbesserung der Oberflächen des Belages im Oberen Tor und Unteren Tor führen. Hier sollen die bisherigen Pflastersteine gegen einen Steinplattenbelag mit gestrahlter Oberfläche ausgetauscht werden, um Rollstuhlfahrern ein besseres Überqueren zu ermöglichen. Derzeit sind die großen Kopfsteinplaster, die uneben herausstehen und mit großen Zwischenräumen versehen sind, eine enorme Barriere für Menschen im Rollstuhl, Senioren mit Rollatoren, Müttern mit Kinderwägen und behinderte Menschen.

Dieses Kopfsteinplaster zieht sich entlang der ehemaligen Stadtmauer Weidens. und es sollen die Querungen auch hier barrierefreier gestaltet werden. In erster Linie ist hier die Schulgasse ins Visier genommen, als einer der wichtigsten Zugänge zur Innenstadt. Hier ist geplant einen etwa 2 Meter breiten Streifen zu schaffen, der gegenüber dem anderen Kopfsteinplaster barrierefreier werden soll.

Die geplante Maßnahme der besseren Verfugung der Rinnen am Iss-Les Moulineaux Platz wurden bereits von der Stadt vorgenommen. Hier wäre dann noch die Verbesserung der Signalanlagen, durch eine akustische Signalanlage zu prüfen.

Die Sondernutzungssatzung soll so ergänzt werden, dass die Durchwegung für Fußgänger und Rollstuhlfahrer im Bereich von Freischankflächen und Auslagen vor Gebäuden gesichert werden kann. Dass heisst, es soll so werden dass ein ca. 1,5 m breiter Durchgang durchweg, durch die gesamte Fußgängerzone für Fußgänger und Rollstuhlfahrer geschaffen werden soll und die Geschäfte haben diese Zone freizuhalten von Auslagen, Ständern und Tischen. Hier ergab sich eine angeregte Diskussion, bezüglich der Cafes am Unteren Markt. Da man zu keiner einstimmigen Lösung kam, wird hier wohl im Sommer eine erneute Begehung des Unteren Marktes notwendig sein.

Auch die Altstadtsatzung solle so geändert werden, dass die störrenden Stolperfallen und Hindernisse in Form der Werbeschilder, die überall herumstehen, verschwinden sollen.

Eine gesicherte Querungsmöglickeit der Dr.-Pfleger-Strasse für Fußgänger im Bereich des ZOB ist ebenfalls zu prüfen. Ansätze ergeben sich mit der bestehenden Signalanlage bei der Kurt Schumacher Alleee mit einer geänderten Wegeführung.

Die Kosten für die Maßnahmen der ersten Prioritätsstufe belaufen sich auch ca. 50.000 Euro - eine Menge Geld für die Stadt - aber auch ein großer Schritt in die Zukunft - für eine barrierefreie Innenstadt.

In der zweiten Prioritätsstufe sind weitere wichtige Maßnahmen geplant. Zum einen die flachere Gestaltung des Zugangs (höchstens 6% Steigung) von der Friedrich-Ebert-Strasse zur Max-Reger-Anlage. Der Anstieg soll sanfter verlaufen und der abzweigende Weg neu eingebunden werden. Zum anderen sind Verbesserungen der Querungen Türlgasse, Fleischgasse und Spitalgasse / Hinter der Mauer, sowie Untere Bachgasse /Hinterm Wall. Dabei ist auch die Treppenverbindung zur Grünanlage im Zuge der Oberen Bachgasse zu verbessern, sowie eine bessere Beleuchtung anzubringen, um sehbehinderten Menschen, die Orientierung zu erleichtern.

Weitere Maßnahmen umfassen dann die Verbesserung der Querung Judengasse /Hinterm Zwinger, diese soll mit der Erneuerung der Brückenverbindung zu der Grünanlage durchgeführt werden.

Die umfassende Neugestaltung weiterer Strassen und Gassen in der Innenstadt erfolgt entsprechend der bereitgestellten Mittel. Vorgesehen ist bereits die Erneuerung der Hutergasse und Hinterm Wall. Für die Leibnizstrasse und Weißenburgstrasse soll eine zeitnahe Umgestaltung angestrebt werden.

Die gepanten Querungshilfen sollen durch das Leitsystem EASY CROSS erfolgen, damit eine barrierefreie Überquerung sowohl für Rollstuhlfahrer, als auch für Sehbehinderte und Blinde Menschen. Mehr dazu unter:  http://www.easycross.de

Fazit: Die geplanten Massnahmen wären ein großer Schritt nach vorne für eine barrierefreie Innenstadt. Aber jede Maßnahme kostet auch Geld und in Zeiten knapper Kassen, wird es wohl eine Zeitlang dauern, bis einige Massnahmen durchgeführt werden. Einiges ist auch ohne Kosten zu Verwirklichen, wie zum Beispiel der Durchgang für die Fußgänger und Rollstuhlfahrer, aber hierzu muss man auf das Verständnis der Geschäftsleute hoffen. Wir werden sehen wie sich das ganze weiterentwickelt, und inwieweit die verantwortlichen Damen und Herren diese Massnahmen unter Dach und Fach bringen werden.

Veranstaltungshinweis: wir bitten um rege Teilnahme

Osterbasar im St. Michael Zentrum

am Samstag 15. März 2008, in der Cafeteria im EG, von 15.00 - 17.00 Uhr

es gibt Kaffee und Kuchen

verkauft werden: Osterkränze, Frühlingskränze, Vasen, Kerzen,
Teelichter, Marmelade, Pralinen, Osterkarten, uvm.

beigetragen haben:
 die Bewohner Zeus Katharina, Buchfelder Renate, Scheck Andrea,
die von den Gerontofachkräften Hahn Claudia und Federlein Rita betreut werden,
sowie Wirth Franz (Küchenleiter), Schmid Daniel (Koch)
und S. Rummler-Trinkner (PDL)

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