Sie befinden sich aktuell in den Barrierefrei im Alltag Blog Blog-Archiven für den folgenden Tag 2.3.2008.
- Aktionen & Projekte (39)
- Barrierefrei im Alltag (69)
- Barrierefreier Wohnraum (14)
- Barrierefreies Weiden (22)
- Betreutes Wohnen (5)
- Diskriminierung (28)
- Gerichtsurteile (49)
- Informatives (58)
- Lyrisches (2)
- Pflegegeld (8)
- Rund um Pflege (25)
- Rund um Senioren (28)
- St. Michael Zentrum (12)
- Stadt Weiden (5)
- Wohnungssuche (14)
- Zum Nachdenken (21)
- 6.5.2010: Buchvorstellung Heinz Freckmann: Krücke: Eroberung des Glücks
- 27.4.2010: Pressemitteilung der Stadt Weiden i. d. OPf. vom 21.04.2010
- 18.3.2010: Barrierefreie Küchen jetzt bei KüchenQUELLE
- 15.3.2010: Dringend: keine Überprüfungsanträge zurücknehmen!
- 3.3.2010: Staat darf Abwrackprämie nicht anrechnen
- 22.2.2010: Härtefall-Katalog zur Umsetzung des Hartz IV Urteils liegt vor
- 20.2.2010: Kein Behindertentransport?
- 19.2.2010: Hublift für das Foyer des Weidener Rathauses
- 15.2.2010: Johnny Cash: "American VI"
- 8.2.2010: Auch tagsüber in guten Händen
- Mai 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- Dezember 2009
- November 2009
- Oktober 2009
- September 2009
- August 2009
- Juli 2009
- Juni 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- Dezember 2008
- November 2008
- Oktober 2008
- September 2008
- August 2008
- Juli 2008
- Juni 2008
- Mai 2008
- April 2008
- März 2008
- Februar 2008
- Januar 2008
- Dezember 2007
- November 2007
- Oktober 2007
- September 2007
Archive für 2.3.2008
Maßnahmen für eine barrierefreie Innenstadt
2.3.2008 von Barrierefrei im Alltag (Uwe Barth, Michaela Barth).
Nach der Begehung der Innenstadt im Oktober 2007 traf man sich am Freitag, den 29. Februar 2008 im Weidener Rathaus zur weiteren Besprechung. Es wurde in der Zwischenzeit nach Lösungen, für die, bei der Begehung festgehaltenen Barrieren, gesucht, welche am Freitag vorgestellt wurden. Wir von Barrierefrei im Alltag haben ehrenamtlich an diesem Treffen teilgenommen. Anwesend war auch der Behindertenbeauftragte der Stadt Weiden Herr Grundler.
Die Maßnahmen wurden in zwei Prioritätsstufen unterteilt.
Oberste Priorität haben die vordringlichen Maßnahmen, die zur Verbesserung der Oberflächen des Belages im Oberen Tor und Unteren Tor führen. Hier sollen die bisherigen Pflastersteine gegen einen Steinplattenbelag mit gestrahlter Oberfläche ausgetauscht werden, um Rollstuhlfahrern ein besseres Überqueren zu ermöglichen. Derzeit sind die großen Kopfsteinplaster, die uneben herausstehen und mit großen Zwischenräumen versehen sind, eine enorme Barriere für Menschen im Rollstuhl, Senioren mit Rollatoren, Müttern mit Kinderwägen und behinderte Menschen.
Dieses Kopfsteinplaster zieht sich entlang der ehemaligen Stadtmauer Weidens. und es sollen die Querungen auch hier barrierefreier gestaltet werden. In erster Linie ist hier die Schulgasse ins Visier genommen, als einer der wichtigsten Zugänge zur Innenstadt. Hier ist geplant einen etwa 2 Meter breiten Streifen zu schaffen, der gegenüber dem anderen Kopfsteinplaster barrierefreier werden soll.
Die geplante Maßnahme der besseren Verfugung der Rinnen am Iss-Les Moulineaux Platz wurden bereits von der Stadt vorgenommen. Hier wäre dann noch die Verbesserung der Signalanlagen, durch eine akustische Signalanlage zu prüfen.
Die Sondernutzungssatzung soll so ergänzt werden, dass die Durchwegung für Fußgänger und Rollstuhlfahrer im Bereich von Freischankflächen und Auslagen vor Gebäuden gesichert werden kann. Dass heisst, es soll so werden dass ein ca. 1,5 m breiter Durchgang durchweg, durch die gesamte Fußgängerzone für Fußgänger und Rollstuhlfahrer geschaffen werden soll und die Geschäfte haben diese Zone freizuhalten von Auslagen, Ständern und Tischen. Hier ergab sich eine angeregte Diskussion, bezüglich der Cafes am Unteren Markt. Da man zu keiner einstimmigen Lösung kam, wird hier wohl im Sommer eine erneute Begehung des Unteren Marktes notwendig sein.
Auch die Altstadtsatzung solle so geändert werden, dass die störrenden Stolperfallen und Hindernisse in Form der Werbeschilder, die überall herumstehen, verschwinden sollen.
Eine gesicherte Querungsmöglickeit der Dr.-Pfleger-Strasse für Fußgänger im Bereich des ZOB ist ebenfalls zu prüfen. Ansätze ergeben sich mit der bestehenden Signalanlage bei der Kurt Schumacher Alleee mit einer geänderten Wegeführung.
Die Kosten für die Maßnahmen der ersten Prioritätsstufe belaufen sich auch ca. 50.000 Euro - eine Menge Geld für die Stadt - aber auch ein großer Schritt in die Zukunft - für eine barrierefreie Innenstadt.
In der zweiten Prioritätsstufe sind weitere wichtige Maßnahmen geplant. Zum einen die flachere Gestaltung des Zugangs (höchstens 6% Steigung) von der Friedrich-Ebert-Strasse zur Max-Reger-Anlage. Der Anstieg soll sanfter verlaufen und der abzweigende Weg neu eingebunden werden. Zum anderen sind Verbesserungen der Querungen Türlgasse, Fleischgasse und Spitalgasse / Hinter der Mauer, sowie Untere Bachgasse /Hinterm Wall. Dabei ist auch die Treppenverbindung zur Grünanlage im Zuge der Oberen Bachgasse zu verbessern, sowie eine bessere Beleuchtung anzubringen, um sehbehinderten Menschen, die Orientierung zu erleichtern.
Weitere Maßnahmen umfassen dann die Verbesserung der Querung Judengasse /Hinterm Zwinger, diese soll mit der Erneuerung der Brückenverbindung zu der Grünanlage durchgeführt werden.
Die umfassende Neugestaltung weiterer Strassen und Gassen in der Innenstadt erfolgt entsprechend der bereitgestellten Mittel. Vorgesehen ist bereits die Erneuerung der Hutergasse und Hinterm Wall. Für die Leibnizstrasse und Weißenburgstrasse soll eine zeitnahe Umgestaltung angestrebt werden.
Die gepanten Querungshilfen sollen durch das Leitsystem EASY CROSS erfolgen, damit eine barrierefreie Überquerung sowohl für Rollstuhlfahrer, als auch für Sehbehinderte und Blinde Menschen. Mehr dazu unter: http://www.easycross.de
Fazit: Die geplanten Massnahmen wären ein großer Schritt nach vorne für eine barrierefreie Innenstadt. Aber jede Maßnahme kostet auch Geld und in Zeiten knapper Kassen, wird es wohl eine Zeitlang dauern, bis einige Massnahmen durchgeführt werden. Einiges ist auch ohne Kosten zu Verwirklichen, wie zum Beispiel der Durchgang für die Fußgänger und Rollstuhlfahrer, aber hierzu muss man auf das Verständnis der Geschäftsleute hoffen. Wir werden sehen wie sich das ganze weiterentwickelt, und inwieweit die verantwortlichen Damen und Herren diese Massnahmen unter Dach und Fach bringen werden.
Geschrieben in Aktionen & Projekte, Barrierefreies Weiden, Barrierefrei im Alltag | Keine Kommentare »