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Archive für Juni 2008
Untersuchung zur Barrierefreien Innenstadt
21.6.2008 von Barrierefrei im Alltag (Uwe Barth, Michaela Barth).
Am Donnerstag den 19. Juni 2008 fand ein erneuter Besichtigungstermin vor Ort in der Weidener Innenstadt statt. Neben den bekannten Gesichtern, waren einige neue Teilnehmer dabei, u. a. Vertreter der Feuerwehr und Polizei, sowie Herr Rothballer als Vertreter der Marktleute und auch Pro Weiden.
Es ging um die Bestuhlung der Gaststätten und Cafes am Unteren Markt, inwieweit man hier eine Regelung treffen muss bzw. kann, damit Menschen im Rollstuhl, Sehbehinderte, Senioren und auch Mütter mit Kinderwägen auch einen Zutritt zu den Lokalitäten haben.
Es wurde viel geredet und viel diskutiert, aber eine Einigung war nicht in Sicht. Der eine Teil plädiert dafür die Tischreihen bis zur Rinne aufstellen zu lassen und die Eingänge zu den jeweiligen Cafes und Gaststätten auf eine Mindestbreite von 1,20 m bis 1,50 m von der Bestuhlung frei zulassen, damit ein ungehinderter Zugang möglich ist. Nochzumal wenn einige Lokalitäten Behinderten-WCs haben, sollte auch ein Zugang zu diesen möglich sein, denn was nützt ein Behinderten WC im Cafe, wenn man gar nicht in das Cafe hineinkommt mit einem Rollstuhl.
Eine negative Erfahrung mussten wir von Barrierefrei im Alltag beim Cafe Frieden machen, als von einem aus der Runde nur beispielsweise die Breite zwischen der Bestuhlung gemessen wurde, die zur Tür führt, kam gleich die wahrscheinliche Besitzerin des Cafes und beschwerte sich, dass sie extra barrierefrei mit WC umgebaut habe, aber kein einziger Rollstuhlfahrer käme. Dabei vergißt die werte Dame, dass der barrierefreie Umbau seit 1. 1. 2008 in der Bayrischen Bayordnung verankert und dies keine freiwillige Sonderbaumassnahme ist. Denn behinderte Menschen steht ein Zugang zu öffentlichen Einrichtungen, Cafes etc. zu. Es heisst aber nicht, dass man auch automatisch von Rollstuhlfahrern besucht wird als Cafe, dazu gehört etwas mehr, denn etwas Ambiente und Feeling gehört schon dazu. Und da man sich auch als Rollstuhlfahrer aussuchen kann in welches Cafe man geht und wo es einem gefällt, ist es keine Pflicht in ein Cafe zu gehen, in dem man entweder am Stehtisch stehen muss (wobei dieser nicht auf Rollstuhlhöhe ist) oder gezwungen ist an die blanke Wand zu starren, weil man nur eine Richtung hat, um an den Tisch zu fahren. Der Ton macht die Musik, und so schwach wie man hier angesprochen wurde, ist es nicht verwunderlich, dass Rollstuhlfahrer als Gäste ausbleiben.
Der Plan einen 1,50 breiten Weg an der Häuserwand frei zu lassen, wurde von den Beteiligten bei der Begehung wieder verworfen. Da er wohl nicht durchführbar ist.
Im Bereich des Markthauses will man für die Geschäfte auf Seiten des Markthauses eine ebenso einheitliche Lösung, wie auf der gegenüberliegenden Seite. So sollen hier die Geschäfte von der Hauswand bis zu 2,50m ihre Waren präsentieren können und danach soll frei sein, um die Barrierefreiheit zu fördern. Ein wildes Durcheinander der Warenständer wie es derzeit ist, soll dann aufhören, so dass man auf einer Linie an den Geschäften entlang schlendern kann, ohne immer um Ständer rum zu müssen.
Auch die unschönen und hinderlichen Dreiecks-Werbeständer sollen aus dem Stadtbild verschwinden. Da sie nie genau am selben Platz stehen, stellen sie gerade für Sehbehinderte ein großes Risiko dar. Diese trainieren mit einer Person die Wege, und lernen so wo Hindernisse stehen, wenn aber diese Werbeschilder immer woanders platziert werden, nützt alles Training nichts.
Einige Geschäfte in Weiden sind beispielhaft und vorbildlich, aber andere denken einfach nicht mit. So ist es z.B. nicht möglich als Rollstuhlfahrer in die Nordsee zu kommen, da der Eingang zugestellt wird. So ist es auch bei vielen anderen Geschäften, sie verbauen die Eingänge und nehmen sich so selbst Kunden. Hier ist noch Nachholbedarf, um die Barrieren in den Köpfen der Menschen abzubauen.
Die Vorstellungen sind da um die Weidener Innenstadt barrierefreier zu gestalten, aber bei der Umsetzung ist man sich nicht einig. Und somit sehen wir da noch kein Ende. Wir werden wohl abwarten müssen, ob sich was tut, und was. Viel erwarten wir nicht, da unter den Beteiligten schon Uneinigkeit herrscht, und dann werden auch noch viele Einwände von den Geschäftsleuten den Forderungen nach Barrierefreiheit im Weg stehen.
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Tag der Offenen Tür im St. Michael Zentrum
18.6.2008 von Barrierefrei im Alltag (Uwe Barth, Michaela Barth).
Am vergangenen Sonntag, dem 15. Juni 2008 war es endlich soweit. Wochenlang haben Mitarbeiter und Ehrenamtliche Helfer diesen Tag vorbereitet. Es wurde die Verpflegung besorgt, die teils von Firmen der Region gespendet wurde, die Preise für die Tombola und die Blumen für die Schmückung des St. Michael Zentrums. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an alle, die den Tag der offenen Tür mit ihren Spenden und ihrer Unterstützung ermöglicht haben.
Trotz der nicht so positiven Wetteraussichten, nutzten viele Besucher die Möglichkeit das St. Michael Zentrum einmal näher zu betrachten und sich einen Überblick über das vielseitige Angebot zu verschaffen. Im Eingangsbereich erleichterten Wegweiser die Orientierung der Besucher. Empfangen wurden die Besucher von einem Infostand mit Trink- und Aufbaunahrung der Firma Pfrimmer Nutricia.
Im Stationszimmer im Erdgeschoss führte das Sanitätshaus Urban & Kemmler einen Gesundheitscheck durch, hier konnte man sowohl den Blutdruck und Blutzucker, als auch den Venendruck messen lassen, was von vielen Besuchern gern angenommen wurde. In der Cafeteria wurde von Ilse Stock über Hospiz informiert.
Über entspannende Hand- und Gesichtmassagen konnten sich die Besucher im Aufenthaltsraum im 3. Obergeschoß freuen, die von Pflegedienstleiterin Frau Rummler-Trinkner durchgeführt wurden. Man konnte sich auf dieser Etage auch über Patientenverfügung von Herrn Grajer informieren lassen und bei Bedarf auch gleich das Formular ausfüllen.
Wer gerne eine Klangschalentherapie ausprobieren wollte, hatte die Möglichkeit dazu im Untergeschoß des St. Michael Zentrums. Ebenfalls im Untergeschoß wurden Besucher in der Sonnenstube über die Demenzerkrankung informiert.
Gern wahrgenommen wurden auch die Informationsrunden über das Betreute Wohnen. Herr Daubenmerkl, Leiter des St. Michael Zentrums und Frau Richter führten die Besucher in den zweiten Bauabschnitt, indem die vielen Wohnungsformen des Betreuten Wohnens zu finden sind. Angefangen von netten Appartements, über 2 und 3 Zimmer Wohnungen, bis hinzu zu 4 Zimmerwohnungen ist hier ein umfangreiches Angebot vorhanden.
Im Seitenflügel des St. Michaels Zentrums mit Eingang in der Esperantostrasse 1 hatten am Tag der Offenen Tür auch die Zahnarztpraxis von Klaus König, das Therapiezentrum von Michael Fritz und das Kosmetik und Nagelstudio Schönheit und mehr geöffnet und stellten sich und ihre Dienstleistungen den Besuchern vor. Auch das neue Computerschulungscenter NT-PC eröffnete seine Räume und informierte über das Angebot.
Ein großer Anziehungspunkt war die Tombola in der Cafeteria im Erdgeschoss, hier waren die 350 Preise aufgebaut und es wurden fleißig Lose gekauft. Die Geschäfte Weidens haben viele schöne Preise gespendet und machten die Tombola interessant für Bewohner und Besucher. Es gab viele freudige Gewinner. Der Erlös der Tombola wird für die Bewohner des Hauses verwendet, für Anschaffungen, die nicht über die Pflegesatzvereinbarung refinanziert werden können.
Für das leibliche Wohl der Gäste sorgte Koch und Küchenleiter Herr Wirth mit seinem Team, es gab Kaffee, Kuchen und Torte am Nachmittag und am Abend wurden die Besucher mit Steaks, Schaschliks, Sardinen, Dotsch und Bratwurstsemmeln verpflegt.
Es war ein gelungener Tag, der den Bewohnern des St. Michael Zentrums Abwechslung und Freude bescherte. Herr Grajer vom Sozialdienst sorgte mit seiner „Quetschn“ im Zelt für das musikalische Wohl und erfreute mit deutschen Volksliedergut und Schlagern.
Als besondere Gäste erschienen der Behindertenbeauftragte der Stadt Weiden Herr Grundler, die Gleichstellungsbeauftragte Frau Langner und Frau Koller-Girke von der SPD Fraktion.
Sowohl für die Besucher, die Bewohner, als auch für die Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfern des St. Michael Zentrums war dieser Sonntag eine interessante Erfahrung und es wird sicherlich nicht der letzte Tag der offenen Tür gewesen sein.
Wollen Sie sich online über das St. Michael Zentrum informieren, besuchen Sie doch die Internetpräsenz http://www.smz-diakonie.de/
weitere Fotos vom Tag der offenen Tür finden sie hier
http://www.smz-diakonie.de/html/tag_der_offenen_tur.htmlBarrierefrei im Alltag
www.barrierefrei-im-alltag.de
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Neun rüstige Damen stricken für Bethel
18.6.2008 von Barrierefrei im Alltag (Uwe Barth, Michaela Barth).
Neun rüstige Damen aus dem St. Michael Zentrum Weiden treffen sich jede Woche Mittwoch, um gemeinsam für die Kleidersammlung für Bethel zu stricken. Sie fertigen Kinderjäckchen, Strampler, Söckchen, Schals, Mützen, Pullover und vieles mehr, die sie dann ein bis zweimal im Jahr spenden. Im Jahr kommen so über 300 Teile zusammen, die die Damen an Herrn Daubenmerkl, Leiter des St. Michael Zentrums und Organisator dieser Aktion übergeben. Sie werden dann nach Vohenstrauss zur Sammelstelle der evangelischen Kirchengemeinde von Pfarrer Peter Peischel gebracht, und von hier aus treten die Kleidungsstücke ihre Reise nach Bethel an. Bereits seit 3 Jahren stricken die Damen der Handarbeitsgruppe unter der Leitung von Frau Jäger für diese Aktion und haben ihre Freude daran, anderen zu helfen. Die jüngste der Handarbeiterinnen ist 73 Jahre alt und das älteste Mitglied der Gruppe ist 92 Jahre jung.
Das Material für die Strickereien kommt von Angehörigen der Damen und anderen Spendern. Da immer Bedarf an Wolle, Stricknadeln, Knöpfen, Reissverschlüssen usw. ist, nehmen die Damen gerne Spenden an, wenn sie also Wolle, Garn, Strick - oder Häkelnadeln, Knöpfe und Reissverschlüsse übrig haben, nicht wegwerfen, sondern schicken sie diese an das St. Michael Zentrum, z. H. Handarbeitsgruppe, Leimbergerstrasse 44, 92637 Weiden oder bringen sie es einfach vorbei wenn sie aus Weiden sind. Gerne holen wir auch die Sachspenden bei ihnen in Weiden ab, einfach eine Mail an webmaster@smz-diakonie.de senden.
Wir von Barrierefrei im Alltag, zugleich auch ehrenamtliche Mitarbeiter des St. Michael Zentrums, haben die Damen besucht und sie bei ihrem Stricken für Bethel fotografiert. Es ist eine gesellige Runde, wo die Damen nebenbei über Gott und die Welt plaudern. Wir waren erstaunt, wie flink und fit die Damen sind und wie geschickt die Maschen durch ihre Finger gleiten. Jeder der möchte, kann sich der fröhlichen Runde anschliessen, das Arbeitsmaterial wird gestellt. Mitbringen sollte man eine Portion Humor und Spass, sowie Strickfertigkeit.
Hier sehen sie die neun Mädels in Aktion:
Frau Jäger, Frau Hettenkofer, Frau Groha, Frau Pappenberger, Frau Zeller, Frau Hahn, Frau Heiß, Frau Maschuw, Frau Quardokus

weitere Fotos finden sie unter
http://www.smz-diakonie.de/html/stricken_fur_bethel.html
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Autisten feiern Autistic Pride Day: “Respekt statt Mitleid”
15.6.2008 von Barrierefrei im Alltag (Uwe Barth, Michaela Barth).
Pressemitteilung - Berlin, 14.06.2008 - Autismus Kultur
Autisten feiern Autistic Pride Day: “Respekt statt Mitleid”
Seit 2005 wird am 18. Juni jährlich der Autistic Pride Day gefeiert. Autistic Pride ist eine emanzipatorische Bewegung autistischer Menschen, die sich dagegen wehren, dass Autismus als Krankheit betrachtet wird. Dieses Jahr lautet das Motto des Autistic Pride Days “Respekt statt Mitleid”.
“Pride” bezeichnet einen selbstbewussten Umgang mit der eigenen Identität: Autistisch zu sein ist keine Krankheit und kein Grund, sich zu schämen. Autistische Aktivisten wenden sich gegen Versuche, Autismus zu “heilen”. Denn autistisch zu sein, ist einer Person inhärent und nicht von ihrer Persönlichkeit zu trennen. “Autismus zu heilen würde bedeuten, die Persönlichkeit auszulöschen”, schreibt Colin Müller von der Organisation Autismus-Kultur. “Die Medizin geht davon aus, dass es ein “normales” Gehirn gibt, und dass es erstrebenswert und notwendig ist, dieser Norm möglichst nahe zu kommen. Tatsächlich haben aber alle Leute unterschiedliche Gehirne, und diese neurologische Vielfalt ist eine Gabe.” Das Konzept neurologischer Vielfalt wendet sich dagegen, manche neurologische Begebenheiten als wertvoll und ersterbenswert und andere als negativ einzustufen.
Anlässlich des Autistic Pride Days fordern Autisten gleiche Rechte und gleiche Chancen wie andere Menschen. Sie leiden nicht unter Autismus, sondern unter gesellschaftlichen und kulturellen Barrieren und Diskriminierungen. Diese bestehen oft auch darin, dass Autisten nicht ernst genommen werden. Geht es zum Beispiel um Belange und Wünsche (mitunter erwachsener) Autisten, werden in der Regel nicht die Autisten selbst gefragt, sondern Eltern, Ärzte und Therapeuten. Sie prägen auch das Bild und die öffentliche Meinung, indem sie in den Medien über Autisten als bemitleidenswerte Kranke und über “Autismus” als Tragödie erzählen - statt Autisten selbst zu Wort kommen zu lassen, sie zu unterstützen, und die Akzeptanz der Vielfalt in unserer Gesellschaft zu fordern und zu fördern. Besonders der Elternverband “Autismus Deutschland” beansprucht für sich, für alle Autisten in Deutschland zu sprechen und Ansprechpartner in allen Autismus-Belangen gegenüber Medien und Politik zu sein. Diese Erfahrungen gaben den Ausschlag für das diesjährige Motto “Respekt statt Mitleid”.
Autismus-Kultur, die Interessenvertretung autistischer Menschen, arbeitet auf der Grundlage von Autistic Pride. Zugleich wendet die Organisation sich gegen Formen von Autistic Pride, die andere Menschen ausgrenzen: “Wir halten nichts davon, die “Intelligenz” oder ganz bestimmte Fähigkeiten zu feiern - jeder Mensch ist wertvoll. Autisten müssen keine Superhelden sein, um respektiert zu werden”, so Autismus-Kultur. Auch gegen Versuche von therapeutischen Einrichtungen, den Autistic Pride Day für ihre Zwecke zu vereinnahmen, wendet sich die Interessenvertretung von Autisten: “der Ansatz, Autismus als Therapiebedarf und Autisten als Patienten anzusehen, ist mit Autistic Pride nicht vereinbar.”
Kontaktmöglichkeiten und weitere Informationen gibt es auf der Website von Autismus-Kultur: http://autismus-kultur.de/
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Flugzeuge künftig ohne Toiletten.
4.6.2008 von Barrierefrei im Alltag (Uwe Barth, Michaela Barth).
Berlin (kobinet) Über barrierefreies Fliegen wurde vergangene Woche in Berlin beraten (kobinet 30.05.08). Neben Berichten Betroffener über ihre Flugerfahrungen ging es um die Inhalte und Umsetzung der EU-Flugverordnung 1107/2006 über Rechte behinderter Flugreisender, die ab Sommer 2008 in allen EU-Mitgliedstaaten gelten wird. Außerdem wurden in drei Workshops die Themen “Barrierefreie Buchung”, “Barrierefreie Kabine” sowie “Barrierefreie Servicekette” behandelt.
Für Irritation sorgte der Vorschlag von Dr. Sigrid Arnade, ab sofort alle Flugzeuge gänzlich ohne Toiletten herzustellen. Arnade, die vom Deutschen Behindertenrat als Kontaktperson für die Umsetzung der EU-Flugverordnung benannt worden ist, verspricht sich von Flugzeugen ohne Toiletten Vorteile für alle Beteiligten: Die Fluggesellschaften könnten mehr Passagiere befördern; behinderte Fluggäste würden nicht länger diskriminiert; die Nicht-Betroffenen könnten neue Erfahrungen sammeln. Gleichzeitig müsse es beim Einchecken freie Pampers für alle geben. Während dieser Vorschlag von anderen Betroffenen unterstützt wurde, plädierten vor allem nicht behinderte TeilnehmerInnen für Flugzeuge mit barrierefreien Toiletten.
Generell sollten Flugkabinen barrierefrei konzipiert werden, was sich auch auf die Informationen für sehbehinderte, blinde und gehörlose Passagiere bezieht, forderten die TeilnehmerInnen der Arbeitsgruppe zu diesem Thema. In einem anderen Workshop wurde ein weiteres häufiges Problem benannt: die Flugverweigerung. So hätten sich Flugkapitäne geweigert, mehrere blinde Menschen oder mehrere Menschen mit Lernschwierigkeiten zu befördern. Um solche Vorkommnisse künftig zu vermeiden, müssten auch PilotInnen in die Schulungen einbezogen werden, die laut EU-Verordnung von Flughäfen und Fluggesellschaften durchzuführen sind.
In der Verordnung werden die Fluglinien und Flughäfen außerdem verpflichtet, bei der Umsetzung mit Verbänden behinderter Menschen zusammenzuarbeiten. In diesem Sinne plädierte Alexander Quegwer, Büroleiter bei Karin Evers-Meyer und Moderator der Veranstaltung, in seinen Abschlussworten dafür, den begonnenen Dialog fortzusetzen. sch
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Barrierefreiheit muss in allen Bereichen Standard werden
4.6.2008 von Barrierefrei im Alltag (Uwe Barth, Michaela Barth).
Mainz (kobinet) Barrierefreie Zugänge müssen in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens Standard werden. Dafür tritt der rheinland-pfälzische Landesbeauftragte für die Belange behinderter Menschen, Ottmar Miles-Paul, ein. Es gebe bereits vielfältige Initiativen beispielsweise zur Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden, das gebe Anlass zur Hoffnung, dass ein Umdenken eingesetzt habe, sagte Miles-Paul.
“Sei es der Einbau eines Aufzuges im Finanzamt Ludwigshafen, die Bemühungen für die barrierefreie Gestaltung von Sportveranstaltungen und die gleichberechtigte Mitwirkung behinderter Menschen in Sportvereinen oder der erste Tag der Barrierefreiheit der evangelischen Kirche in Rheinland-Pfalz, das Thema Barrierefreiheit wird derzeit in den unterschiedlichsten Bereichen des gesellschaftlichen Lebens diskutiert. Und das ist auch gut so, denn um eine echte und gleichberechtigte Teilhabe behinderter Menschen am Leben der Gemeinschaft sicherzustellen, gibt es noch viel zu tun und muss die Diskussion in allen Bereichen geführt werden”, erklärte Ottmar Miles-Paul.
Jede und jeder könne in seinem Umfeld etwas für mehr Barrierefreiheit tun, ob es um die barrierefreie Umgestaltung von kirchlichen Einrichtungen oder mehr Offenheit in Sport-, Musik- oder anderen Vereinen gehe. “Durch viele kleine und größere Maßnahmen kann die Einbeziehung behinderter Menschen gestärkt werden. Nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels und damit letztlich auch in unserem eigenen Interesse ist eine barrierefreie Gestaltung unserer Lebenswelt die Herausforderung der Zukunft”, so der rheinland-pfälzische Landesbehindertenbeauftragte. elba
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