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Archive für Januar 2009

Achtung Sachspenden gesucht

Achtung Sachspenden gesucht
Wer hat ein Herz für Behinderte, Kranke und Senioren

Verantwortlich für diesen Aufruf sind:
Uwe Barth & Michaela Barth, Esperantostrasse 1, 92637 Weiden.

Sachspenden gesucht für Seniorenheime:

Um den Bewohnern von Seniorenheimen etwas Abwechslung in den Tag zu bringen suchen wir von Barrierefrei im Alltag funktionsfähige Computer, Laptops mit Windows XP oder Vista Betriebssystem, Computerzubehör sowie Software.

Des weiteren suchen wir Gesellschaftsspiele (Domino, Denk und Ratespiele, Scrabble, Kartenspiele usw.) Wolle, Strick & Häkelmaterial, Bücher, CDs etc. für den Zeit- vertreib der Bewohner.

Da es in Seniorenheimen nicht nur “ wohlhabende ” Rentner, sondern auch sozial- schwache Menschen gibt, wird immer wieder guterhaltene Bekleidung aller Konfektionsgrößen benötigt.

Außerdem suchen wir einen Pavillon für den Garten des St. Michael Zentrums, unter dem die Bewohner Schutz vor Sonne oder Regen finden können.

Wenn sie helfen wollen mailen sie uns: info@barrierefreiimalltag.de   

oder Schicken Sie Ihre Sachspende an:

Barrierefrei im Alltag
Uwe Barth und Michaela Barth
Esperantostrasse1, 92637 Weiden
E-Mail: info@barrierefrei-im-alltag.de

Internet: www.barrierefrei-im-alltag.de 

Sollten Sie nicht der geeignete Ansprechpartner sein, bitte an andere Menschen weiterleiten - Danke!!!

Wir würden uns freuen, wenn sie dieses Projekt tatkräftig unterstützen.

Urteil zur Finanzierung von Hilfsmitteln

kobinet-nachrichten 22.01.2009 - 00:01
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org

München (kobinet) Für Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gilt der Anspruch, mit Hilfsmitteln versorgt zu werden, die im entsprechenden Einzelfall eine Behinderung kompensieren können. Das gilt nur dann, wenn das entsprechende Hilfsmittel kein ganz normaler, alltäglicher Gebrauchsgegenstand für jedermann ist. Darüber wird auf der Internetseite von 1 A Krankenversicherung berichtet.

Ob ein Hilfsmittel tatsächlich ein Hilfsmittel oder aber ein simpler Gebrauchsgegenstand ist, werde davon bestimmt, ob dieser Gegenstand speziell für Kranke und Behinderte entwickelt und angefertigt wurde. Die Klägerin musste starke Beschränkungen ihrer gesamten Bewegungsfähigkeit hinnehmen. Linksseitig hatte sie eine Knieprothese, so dass sie das Knie nicht richtig beugen konnte. Es war für die 1949 geborene Frau schwierig, ihre Badewanne zu verlassen. Sie konnte das nur über den “Vierfüßlerstand”, musste sich stark festhalten und hatte große Mühe, sich aus der Badewanne herauszubewegen. moh

Link zum ausführlichen Beitrag über die Entscheidung 

Schreibwettbewerb für Menschen mit Behinderung.

kobinet-nachrichten 21.01.2009 - 13:11
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org

Berlin (kobinet) “Frauen sind anders. Männer auch!” Unter diesem Motto haben Aktion Mensch und der Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. (BVKM) einen Schreibwettbewerb für Menschen mit Behinderung ausgeschrieben. Einsendeschluss für die Wettbewerbsbeiträge ist der 31. Mai 2009.

Eine Themenvorgabe gibt es nicht. Gesucht werden “Geschichten, die das Leben schreibt”, so die Aktion Mensch: Liebe und Freundschaft, Träume und Ängste, Hobbys und Arbeit, über Freude und Kummer.

Zeichnungen und Fotos sind beim Wettbewerb “Frauen sind anders. Männer auch!” ebenfalls zugelassen. Der Beitrag soll nicht länger als 5 DIN A 4 Seiten lang sein und zusammen mit dem Anmeldebogen eingereicht werden. Einsendeschluss ist der 31. Mai 2009.

Ausgewählte Geschichten aus diesem Wettbewerb erscheinen im Mai 2010 in einem Buch. Außerdem können die Teilnehmer und Teilnehmerinnen einen Reisegutschein über 1.000 Euro, einen zweiten über 500 Euro sowie als dritten Preis Theater- oder Konzertgutscheine für zwei Personen gewinnen. ag 

Zu den Ausschreibungsunterlagen 

Mit Schmerzensgeld muss Betreuer nicht bezahlt werden

kobinet-nachrichten 19.01.2009 - 06:39
URL:
http://www.kobinet-nachrichten.org

Frankfurt am Main (kobinet) Nach einem Beschluss des Oberlandesgerichtes Frankfurt muss das Schmerzensgeld nicht zur Bezahlung eines Betreuers eingesetzt werden.

Medienberichten zufolge muss wenn der Betreute sonst mittellos ist, nach dem Richterspruch die Staatskasse die Kosten für die Betreuung übernehmen (Az.: 20 W 128/08). Das Gericht gab damit der Beschwerde eines Betreuten statt. Für den Mann wurde ein Betreuer bestellt, weil er seit Jahren an Schizophrenie leidet. Nach einem Verkehrsunfall hatte er Schmerzensgeld in Höhe von 120 000 Euro erhalten. Die Staatskasse war der Auffassung, er sei nun nicht mehr mittellos und könne daher seinen Betreuer selbst bezahlen. Sie verlangte die Rückzahlung bisher übernommener Kosten in Höhe von 10 800 Euro. Das Oberlandesgericht lehnte dies allerdings ab. Der Rückgriff auf das Schmerzensgeld wäre für den Betroffenen eine unzumutbare Härte. Denn es solle ein Ausgleich für erlittene Schmerzen und bleibende Beeinträchtigungen sein und daher dem Unfallopfer zur freien Verfügung bleiben. moh 

Studie über fehlende Mobilität und deren Auswirkungen

kobinet-nachrichten 06.01.2009 - 09:45
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org

Karlsruhe (kobinet) Der Verein Mobil mit Behinderung (MMB) will die Auswirkungen fehlender Mobilität untersuchen und mit der Studie die tatsächlichen Alltagsprobleme von Menschen mit Behinderung bekannter machen. Darauf machte Karin Vollath aus Karlsruhe kobinet aufmerksam.

Sie leitet die Studie und bittet um Mitarbeit von Betroffenen. “Mobil mit Behinderung e.V. kennt die gelebte Wirklichkeit der Familien mit behinderten Kindern, der behinderten Hausfrauen und behinderten Erwerbslosen und Rentner”, so Vollath. “Wir wollen die Wirklichkeit klarstellen, von der Realität im Alltag berichten und mit konkreten Zahlen belegen, wie schlecht es tatsächlich um die Mobilität von 6 Millionen Schwerbehinderten bestellt ist.” sch

Mehr auf der Webseite der Studie

Kranker Wunsch nach Querschnittlähmung oder Amputation

kobinet-nachrichten 06.01.2009 - 15:39
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org

Hamburg (kobinet) Unter der Überschrift “Ich wünsche mir eine Querschnittlähmung …” nimmt Oliver Tolmein heute in seinem Bioethik-Blog zur Debatte über Body Integrity Identitiy Disorder Stellung. Der Hamburger Rechtsanwalt schreibt über diese Krankheit, die noch nicht als Krankheit anerkannt ist.

In New York an der Columbia-University hat Tolmein vor einigen Wochen den Psychiatrieprofessor Dr. Michael First getroffen, einen Spezialisten auf dem Gebiet der Erforschung einer Krankheit, die es nicht gibt. First führt seit einigen Jahren Interviews mit Menschen durch, die sich wünschen querschnittgelähmt zu sein oder Gliedmaßen amputiert zu bekommen. Mit ein paar Dutzend Betroffener aus der ganzen Welt hat er strukturierte Interviews geführt, telefonisch, per E-Mail, persönlich. sch

Radikales Umdenken müsste folgen

kobinet-nachrichten 04.01.2009 - 11:58  URL: http://www.kobinet-nachrichten.org

Hamburg (kobinet) Menschen mit Behinderungen werden in Deutschland ausgegrenzt und in Sonderschulen abgeschoben. Das schreibt das Nachrichtenmagazin “Spiegel” (5.1.09) zum Inkrafttreten der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen, “der ein radikales Umdenken folgen müsste”. Doch die Bundesregierung signalisiert, heißt es weiter in dem vierseitigen Bericht von Ulrike Demmer, alles soll so bleiben, wie es ist. Theresia Degener wird mit den Worten zitiert: “Die Bundesregierung wird sich wohl beschämt in die Ecke stellen müssen.”

Wer in Deutschland die Sonderschule besucht, habe seine Chancen auf eine akademischen Abschluss praktisch verloren, stellt die Spiegel-Autorin fest: “In dieser Schulform, die sich heute Förderschule nennt, erreichen 0,2 Prozent aller Schüler das Abitur. 77 Prozent von ihnen schaffen nicht einmal den Hauptschulabschluss. Ein Grund: Der Wechsel von der Förder- in die Regelschule findet so gut wie nie statt. Wer die Sonderschule absolviert, darf sich auf ein Berufsleben in der Behindertenwerkstatt freuen.”

Auf dem Papier scheine Deutschland ein sehr behindertenfreundliches Land. In den vergangenen Jahren sind eine ganze Reihe wohlklingender Gesetze verabschiedet worden. Es gibt ein Behindertengleichstellungsgesetz, das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz und das Sozialgesetzbuch mit der Nummer IX, ein Regelwerk, das Selbstbestimmung und Teilhabe verspricht. Auch im Grundgesetz sind die Rechte Behinderter inzwischen verankert: “Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteilig werden”, steht seit 1994 in Artikel 3, Absatz 3.

“Jedes einzelne dieser Gesetze hätte einen Paradigmenwechsel bedeuten können. Doch die Vorschriften blieben ein Lippenbekenntnis. Wer gegen diese Gesetze verstößt, hat kaum Sanktionen zu fürchten. Wer sich auf sie berufen will, kann seine Interessen nur selten durchsetzen”, so der Spiegel.

Das Nachrichtenmagazin weist auf Theresia Degener, Juraprofessorin, Expertin für Behindertenrecht und selbst Contergan-geschädigt, die in der Konvention einen “Meilenstein” für Menschen mit Behinderung sieht: Das Gesetz werde eine Welle lostreten. “Erstmalig wird es einen internationalen Rechtsausschuss mit zwölf unabhängigen Experten geben, ein Überwachungsgremium, das jeder, der sich diskriminiert fühlt, anrufen kann.” Das Gremium könne zwar kein Urteil sprechen, räumt die Juristin ein. Degener baut aber auf die Außenwirkung des Gesetzes, denn die Experten werden öffentlichkeitswirksam mit dem Finger auf die verantwortliche Regierung zeigen. “Mobilisation of Shame” nennt die Menschenrechtsexpertin das. Die Vereinten Nationen hätten international schon gute Erfahrungen mit dieser Form der Sanktionierung gemacht. “Die Bundesregierung wird sich wohl beschämt in die Ecke stellen müssen.”

Als die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Mensche vor drei Jahren ihr Amt antrat, sei die sozialdemokratische Abgeordnete “geschockt” gewesen: “In allen Lebensbereichen werden Menschen mit Handicap behindert und ignoriert”, urteilt Karin Evers-Meyer. In der Gastronomie etwa könne von Barrierefreiheit keine Rede sein. Kneipen mit Rampe und Behindertentoilette sind eine Seltenheit, Speisekarten in Blindenschrift gar eine Rarität. Wer als Rollstuhlfahrer ICE fahren möchte, der wird in einer peinlichen Prozedur mittels einer Hebebühne auf das Niveau des Schnellzuges gepumpt. Nur ein Bruchteil aller Fernsehsendungen wird für Gehörlose untertitelt oder in Gebärdensprache übersetzt.” sch

Gesundheitsfonds gestartet

Berlin (kobinet) Heute wurde der neue Gesundheitsfonds gestartet, mit dem die Bundesregierung einen einheitlichen Beitragssatz für die Krankenkassen festlegte. Die Parlamentarische Staatssekretärin im Gesundheitsministerium, Marion Caspers-Merk, erklärte, Ziel sei keine Einheitskasse, doch Zusammenschlüsse von Krankenkassen würden befördert. Der Start des Gesundheitsfonds steht nach Ansicht des Sozialverbands Deutschland (SoVD) unter keinem guten Stern.Die Bundesregierung rechnet damit, dass sich die Zahl der Krankenkassen verringert. Vor allem kleinere Kassen, die bisher überwiegend Junge und Gesunde versichert und damit Rosinenpickerei betrieben hätten, würden künftig stärker über Fusionen nachdenken, sagte Caspers-Merk der Berliner Zeitung. Das sei politisch auch so gewollt. “Auf lange Sicht wären auch 50 bis 80 Kassen in Ordnung.” Derzeit gibt es knapp über 200 gesetzliche Krankenkassen.

SoVD-Präsident Adolf Bauer erklärte: “Für die meisten gesetzlich Krankenversicherten steigt der Krankenkassenbeitrag, obwohl der Gesundheitsfonds den Versicherten keine Vorteile, sondern nur Nachteile bringt. Zudem startet der Gesundheitsfonds mit einer erheblichen Unterfinanzierung. Daher ist nach Einschätzung von Experten bereits in der zweiten Jahreshälfte damit zu rechnen, dass Krankenkassen Zusatzbeiträge erheben müssen.” Die Mängel des Gesundheitsfonds dürften nicht zu Lasten der Patienten und Versicherten gehen.

Der SoVD fordert, dass der Fonds dauerhaft hundert Prozent der Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung abdecken muss. Dies müsse jährlich überprüft werden. Zugleich wird eine Entlastung der gesetzlich Krankenversicherten durch mehr Steuermittel für den Gesundheitsfonds verlangt. “Eine solche Entlastung kommt 90 Prozent der Bundesbürger zu Gute und stärkt die Kaufkraft. Auch Rentner und Geringverdiener würden damit eine dringend benötigte finanzielle Entlastung erhalten”, so Bauer. sch

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