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Gesundheitsfonds gestartet

Berlin (kobinet) Heute wurde der neue Gesundheitsfonds gestartet, mit dem die Bundesregierung einen einheitlichen Beitragssatz für die Krankenkassen festlegte. Die Parlamentarische Staatssekretärin im Gesundheitsministerium, Marion Caspers-Merk, erklärte, Ziel sei keine Einheitskasse, doch Zusammenschlüsse von Krankenkassen würden befördert. Der Start des Gesundheitsfonds steht nach Ansicht des Sozialverbands Deutschland (SoVD) unter keinem guten Stern.Die Bundesregierung rechnet damit, dass sich die Zahl der Krankenkassen verringert. Vor allem kleinere Kassen, die bisher überwiegend Junge und Gesunde versichert und damit Rosinenpickerei betrieben hätten, würden künftig stärker über Fusionen nachdenken, sagte Caspers-Merk der Berliner Zeitung. Das sei politisch auch so gewollt. “Auf lange Sicht wären auch 50 bis 80 Kassen in Ordnung.” Derzeit gibt es knapp über 200 gesetzliche Krankenkassen.

SoVD-Präsident Adolf Bauer erklärte: “Für die meisten gesetzlich Krankenversicherten steigt der Krankenkassenbeitrag, obwohl der Gesundheitsfonds den Versicherten keine Vorteile, sondern nur Nachteile bringt. Zudem startet der Gesundheitsfonds mit einer erheblichen Unterfinanzierung. Daher ist nach Einschätzung von Experten bereits in der zweiten Jahreshälfte damit zu rechnen, dass Krankenkassen Zusatzbeiträge erheben müssen.” Die Mängel des Gesundheitsfonds dürften nicht zu Lasten der Patienten und Versicherten gehen.

Der SoVD fordert, dass der Fonds dauerhaft hundert Prozent der Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung abdecken muss. Dies müsse jährlich überprüft werden. Zugleich wird eine Entlastung der gesetzlich Krankenversicherten durch mehr Steuermittel für den Gesundheitsfonds verlangt. “Eine solche Entlastung kommt 90 Prozent der Bundesbürger zu Gute und stärkt die Kaufkraft. Auch Rentner und Geringverdiener würden damit eine dringend benötigte finanzielle Entlastung erhalten”, so Bauer. sch

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