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Archive für Juni 2009

Pflege-Qualität: Schlechte Noten für Schulnoten

Pressemitteilung:

30. Juni 2009

Pflege-Qualität: Schlechte Noten für Schulnoten

Am 1.7.09 tritt das neue Verfahren zur Prüfung der Pflege-Qualität in Heimen (sog. „Pflege-TÜV“) in Kraft. Zahlreiche Verbände, z.B. der Sozialverband Deutschland, bemängeln, dass mit Hilfe des neuen Verfahrens Pflegemängel verschleiert werden könnten. Dazu erklärt Elisabeth Scharfenberg MdB, Sprecherin für Pflegepolitik:

Über die heftige Kritik am neuen „Schulnoten“-System für Pflegeeinrichtungen und ­dienste möge sich bitte niemand wundern – am wenigsten die große Koalition. Die Kritik kommt von eben jenen Organisationen, die an der Entwicklung des neuen Verfahrens völlig unzureichend beteiligt worden sind. Dass dies ein Fehler ist, haben wir Grüne bei den Verhandlungen zur Pflegereform immer wieder betont. Doch Union und SPD waren natürlich schlauer und haben alle Verbesserungsvorschläge ignoriert.

Im Grunde verfehlt das Schulnoten-System schon vor seiner Einführung das Klassenziel. Wie soll das System Transparenz und Vertrauen schaffen, wenn es nicht wirklich transparent entstanden ist?

Das neue Verfahren muss sich nun in der Praxis bewähren und alle Zweifel glaubhaft ausräumen. Die Erfahrungen müssen deshalb engmaschig, ehrlich und unabhängig begleitet und ausgewertet werden. Sollten sich Befürchtungen, z.B. dass schlechte Noten durch gute kaschiert werden können, auch nur im Ansatz bestätigen, muss unverzüglich nachgebessert werden und zwar richtig.

________________________________

Elisabeth Scharfenberg, MdB
Bündnis 90/DIE GRÜNEN

im Deutschen Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Tel:  030 227 74 531
Fax: 030 227 76 655
elisabeth.scharfenberg@bundestag.de

Wahlkreisbüro
Kreuzstraße 6
95111 Rehau
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Web: http://www.elisabeth-scharfenberg.de

MdB Albert Rupprecht zu Besuch im St. Michael-Zentrum

Am Montag den 22.06.2009 trafen sich gegen 16.30 Uhr einige CSU Parteifreunde, um sich gemeinsam über das St. Michael-Zentrum der Diakonie Weiden zu informieren. Die kleine Gruppe bestand aus MdB Albert Rupprecht, dem Weidener CSU Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Pausch, den Stadträten Dr. Helmut Hofmeister, Franz Baierl, sowie Schatzmeister Gerhard Bihler und Frau Elisabeth Kraus.

Gemeinsam mit Heimleiter Günter Daubenmerkl und der Pflegedienstleitung Sonja Rummler-Trinkner begab man sich in die Cafeteria im Erdgeschoss der Wohn-, Pflege-, und Therapieeinrichtung. Hier konnten die Besucher der CSU Fragen zur Einrichtung stellen und wurden darüber informiert, dass das Erdgeschoss des Zentrums für junge Pflegebedürftige vorgesehen war, aber hier glücklicherweise zu wenig Bedarf vorhanden ist.

CSU im St. Michael-Zentrum

Das St. Michael-Zentrum hat sich mit dem Angebot dreier Wohnformen Kurzeitpflege, Vollstationäre Pflege und Betreutes Wohnen von den anderen Einrichtungen in Weiden abgesetzt. Durch diese Spezialisierung bleibt man auf dem Markt konkurrenzfähig, was auch das breite Spektrum des Alters der Bewohner zeigt. Die derzeit jüngste Bewohnerin ist gerade 17 Jahre alt und die älteste Bewohnerin war 101 Jahre alt, ist aber im April dieses Jahres verstorben.

Auf die Frage von Dr. Helmut Hofmeister, wie viele der Bewohner, eine Patientenverfügung hätten, kam zur Sprache, dass etwa die Hälfte über eine solche verfügen. Es wurde eine Diskussion über das aktuelle politische Thema, die Patientenverfügung angeschlossen. Man war sich darüber einig, dass der Wille des einzelnen schriftlich vorzuliegen habe, da sonst niemand nachvollziehen könne, was der Wille überhaupt sei. Man kam auch auf die Entscheidung des Bundestages der drei verschiedenen Entwürfe Stünker, Bosbach (CDU/CSU)und Zöller (CDU/CSU) zu sprechen, wobei sich der liberalste Vorschlag von Stünker (SPD) durchgesetzt hatte.

Nach Aussagen der Pflegedienstleitung Sonja Rummler-Trinkner, kam aber bisher nur einmal eine Patientenverfügung im St. Michael-Zentrum zum Einsatz. Wobei weniger die Bewohner Probleme haben eine Patientenverfügung schriftlich niederzulegen, sondern eher die Angehörigen.

CSU im St. Michael-Zentrum

Gerhard Bihler erwog dann die Idee einer Scheckkarte für die Patientenverfügung, die man im Portmonet mit sich führen könne, damit im Falle des Falles ein Notarzt wisse, dass eine solche vorliegt. Hier ergriff der ehrenamtliche Mitarbeiter des St. Michael-Zentrums Uwe Barth das Wort und wies daraufhin, dass es eine solche Karte bereits von der Bundesnotarkammer gibt, hier kann man gegen eine geringe Gebühr eine Karte beantragen, auf der folgende Angaben zu finden sind: der Name des Vollmachtgebers, der Name des 1. und 2. Bevollmächtigten, der Ort der Vollmacht, sowie die Information ob eine Patientenverfügung und / oder Vollmacht und / oder Betreuungsverfügung vorliegt. Wenn man diese Karte dann mit sich führt, kann man jederzeit bei der Bundesnotarkammer die Daten abrufen und ist so auf der sicheren Seite.

Nach diesem kurzen Exkurs verabschiedete sich ein Teil der Besucher und der Rest setzte die Besichtigung der Einrichtung fort. Zunächst besichtigte man ein Pflegezimmer im Erdgeschoß. Hier kam zur Sprache, dass die Bewohner selbstverständlich frei Ärzte und Apothekenwahl haben, auch wenn eine Vereinheitlichung hier sicher Kosten sparen, aber auch den freien Willen der Bewohner einschränken würde.

CSU im St. Michael-Zentrum

Das nächste Ziel war die von dem Künstler Axel-Thomas Schmidt gestaltete Kapelle. Heimleiter Günter Daubenmerkl, der die kleine Führung leitete, informierte über die Entstehung der Kapelle und das Motto „Ein Schiff das sich Gemeinde nennt“. Man begab sich kurz nach draußen vor die Kapelle und kam auf das Betreute Wohnen zu sprechen, das ebenfalls ein Teil des Wohnangebotes darstellt. Durch die unterirdische Verbindung, das Haustelefon mit Notrufsystem und die unmittelbare Nähe, kann hier auch den Bewohnern des Bauabschnittes II schnelle Hilfe zugesichert werden.

CSU im St. Michael-Zentrum

Im ersten Obergeschoß gab es dann das Wasserklangbett zu besichtigen. MdB Albert Rupprecht und Elisabeth Kraus testeten diese Form der Therapie, die in erster Linie für behinderte Menschen gedacht ist und ließen sich von den Schwingungen der Musik tragen.

CSU im St. Michael-Zentrum

Zu guter Letzt wurde noch der Snoezelenraum im zweiten Stock mit seiner besonderen therapeutischen Wirkung vorgeführt. Auch hier genoss man kurz die Atmosphäre und lies den Raum mit seinen Lichtspielen auf sich wirken.

CSU im St. Michael-Zentrum

CSU im St. Michael-Zentrum

Auf dem Weg zurück ins Erdgeschoß machte man noch einen kurzen Halt im Aufenthaltsraum, indem gerade ein Teil der Bewohner das Abendessen zu sich nahm. Während der Führung wurden auch weitere Themen angesprochen, wie der erhöhte Pflegebedarf und Materialaufwand z.B. bei Bewohnern die im Krankenhaus sich einen Keim zugezogen haben, der von den Pflegekassen nicht berücksichtigt wird.

CSU im St. Michael-Zentrum

Alles in allen ein informativer Rundgang, der hoffentlich dazu angeregt hat, sich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen und mehr auf die Belange von Senioren und behinderten Menschen einzugehen.

CSU im St. Michael-Zentrum

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Wir möchten auf folgende Neuerscheinung aufmerksam machen:

 

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