Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs Barrierefrei im Alltag Blog für Juli, 2009.
- Aktionen & Projekte (39)
- Barrierefrei im Alltag (69)
- Barrierefreier Wohnraum (14)
- Barrierefreies Weiden (22)
- Betreutes Wohnen (5)
- Diskriminierung (28)
- Gerichtsurteile (49)
- Informatives (58)
- Lyrisches (2)
- Pflegegeld (8)
- Rund um Pflege (25)
- Rund um Senioren (28)
- St. Michael Zentrum (12)
- Stadt Weiden (5)
- Wohnungssuche (14)
- Zum Nachdenken (21)
- 6.5.2010: Buchvorstellung Heinz Freckmann: Krücke: Eroberung des Glücks
- 27.4.2010: Pressemitteilung der Stadt Weiden i. d. OPf. vom 21.04.2010
- 18.3.2010: Barrierefreie Küchen jetzt bei KüchenQUELLE
- 15.3.2010: Dringend: keine Überprüfungsanträge zurücknehmen!
- 3.3.2010: Staat darf Abwrackprämie nicht anrechnen
- 22.2.2010: Härtefall-Katalog zur Umsetzung des Hartz IV Urteils liegt vor
- 20.2.2010: Kein Behindertentransport?
- 19.2.2010: Hublift für das Foyer des Weidener Rathauses
- 15.2.2010: Johnny Cash: "American VI"
- 8.2.2010: Auch tagsüber in guten Händen
- Mai 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- Dezember 2009
- November 2009
- Oktober 2009
- September 2009
- August 2009
- Juli 2009
- Juni 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- Dezember 2008
- November 2008
- Oktober 2008
- September 2008
- August 2008
- Juli 2008
- Juni 2008
- Mai 2008
- April 2008
- März 2008
- Februar 2008
- Januar 2008
- Dezember 2007
- November 2007
- Oktober 2007
- September 2007
Archive für Juli 2009
Keine Ausweitung der stationären Pflege in Heimen
28.7.2009 von Barrierefrei im Alltag (Uwe Barth, Michaela Barth).
Druckversion
kobinet-nachrichten 28.07.2009 - 06:40
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org
Berlin (kobinet) Die Bundesinitiative Daheim statt Heim fordert, dass es keine Ausweitung der stationären Pflege in Heimen geben soll. Ein selbstbestimmtes Leben in der eigenen Häuslichkeit mit ambulanter Pflege sei möglich und menschenwürdiger.
Einer gemeinsamen Studie der RWI Essen, ADMED GmbH sowie der HCB GmbH zufolge sei der Anteil der Pflege an allen Gesundheitsausgaben in der Zeit von 1997 bis 2007 von 8,6 Prozent auf 11 Prozent und die Zahl der Pflegebedürftigen von 2005 bis 2007 um 5,6 Prozent auf 2,25 Millionen Betroffene angestiegen. Für die Zukunft sehen die Verfasser der Studie einen Anstieg der Zahl stationärer Pflegefälle um 36 Prozent bis 2020 und die der neuen Pflegeplätze auf rund 300.000. Bis 2050 werde es nach Ansicht des Sachverständigenrates zur Entwicklung im Gesundheitswesen ca. 4,4 Millionen Pflegebedürftige geben. In einigen, vorwiegend den ostdeutschen Bundesländern, werden bis zu 90 Prozent der Menschen älter als 65 Jahre sein. Aus diesem Anstieg des Pflegebedarfs leiten die Auftraggeber der RWI-Studie ab, dass sich das Angebot an Pflegeheimplätzen dementsprechend erhöhen muss. Dieser Ansicht tritt die Bundesinitiative Daheim statt Heim entschieden entgegen. “Denn es kann nicht sein, dass zur Bewältigung der Alterung einer Gesellschaft mehr Pflegeheimplätze zur Verfügung gestellt werden, um den pflegebedürftigen Menschen gut zu versorgen, ihm aber gleichzeitig die ‘Teilhabe am gesellschaftlichen Leben’ komplett zu entziehen. Das ist nicht nur ökonomischer und sozialpolitischer Unsinn, sondern ist gemäß der UN-Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderung, zu denen pflegebedürftige Menschen gehören, menschenrechtswidrig”, heißt es in einer Presseinformation der Initiative.
“Die Mehrheit der Betroffenen möchte keine Pflege in einem Pflegeheim, sondern im gewohnten Umfeld durch Familienangehörige oder ambulante Pflegedienste. Angehörige und professionelle Pflegende dürfen nicht überfordert werden, deshalb sind entsprechende Vergütungen, die von der Bundesregierung auch zum Teil schon auf den Weg gebracht worden sind, notwendig. Ebenso notwendig sind ein Mindestlohn in der Pflege und vor allem eine leistungsangemessene Vergütung der Arbeit von Altenpflegern, Altenpflegehelfern und sonstigen in der Infrastruktur der Heime tätigem Personal”, fordert die Bundesinitiative Daheim statt Heim. moh
Geschrieben in Aktionen & Projekte, Barrierefrei im Alltag | Keine Kommentare »
Bei offenem Fenster geht nichts
17.7.2009 von Barrierefrei im Alltag (Uwe Barth, Michaela Barth).
Weiden
Weiden. (ps) Mal ein Mittagsschläfchen halten oder nachmittags Fernsehschauen bei geöffnetem Fenster. “Völlig unmöglich”, sagt Karl L. (67), der mit seiner Frau im Michaelszentrum wohnt. “Morgens um 6 Uhr geht’s los”, schimpft sein Nachbar Herbert Voigt (72). “Da rattern die Lastwagen mit Anhänger vorbei und die Autos pfeifen einfach durch.” Und das, obwohl vor den Fenstern der beiden Herren Tempo 30 gilt.
Doch kaum ein Autofahrer hält sich daran, berichten die beiden Anlieger von ihren Erfahrungen. “Obwohl Zusatzschilder darauf hinweisen, dass hier Altenheime sind”, ärgert sich Karl L. Inzwischen habe die Stadt zwar einen Fußgängerüberweg eingerichtet. Doch selbst der würde viele Autofahrer nicht dazu bringen, dass sie auf die Bremse drücken.
“Ich hab’ mir zweimal gedacht, jetzt probier ich’s einfach und geh’ los. Zweimal haben die Autofahrer eine Vollbremsung hingelegt”, erzählt Herbert Voigt. Und Karl L. fügt hinzu: “Dabei wohnen hier viele ältere Frauen, die mit dem Rollator unterwegs sind. Aber die Autofahrer halten nicht, etliche fahren einfach vor oder hinter den Fußgängern vorbei.”
Gerade bei einer Einrichtung für betreutes Wohnen müsste auch das verkehrstechnische Umfeld mit einbezogen werden, meint der 67-Jährige. “Unsere Wohnungen sind ja wirklich schön.” Wenn nur die Lärmbelästigung und das Überqueren der Straße nicht so problematisch wären. Dabei haben die beiden Herren auch schon Polizeiautos entdeckt, die ihrer Meinung nach mit mehr als 30 Stundenkilometern am Michaelszentrum vorbeifuhren. “Die sollten doch eigentlich Vorbild sein.” “Wenn ich gewusst hätte, dass die Leimberger Straße Durchgangsstraße wird, hätte ich die Wohnung vermutlich nicht gekauft”, meint Karl L. inzwischen.
Was sich die Anwohner wünschen? “Verstärkte Kontrollen”, sagt Karl L. “Verkehrszeichen allein nützen nichts. Erst wenn’s den Leuten an den Geldbeutel geht, werden die Regeln eingehalten.” Und Herbert Voigt: “Gelbe Blinklichter für den Fußgängerüberweg. Die fallen vielleicht besser auf, als die Verkehrszeichen, die jetzt vor Bäumen stehen.”
Kommentar von am 15/07/09
Über diesen Artikel muss ich echt schmunzeln. Mein Lösungsvorschlag anstelle von Blinklichtern und Geldstrafen – einfach alle Autos aus den Städten verbannen, dann brauchen wir auch keine Zebrastreifen und haben unsere „Ruhe“. Aber dann findet man sicherlich irgendetwas anderes worüber man sich aufregen kann.
Ich bin selbst Bewohner des St. Michael-Zentrums und kann diesen Aussagen nicht zustimmen. Von einem erhöhten Lärmpegel habe ich nichts gemerkt, man wohnt halt in der Stadt und nicht in irgendeiner Einöde. Die Leimbergerstrasse ist nicht lauter, als andere Durchgangsstraßen in Weiden. Die Menschen aber sind intoleranter gegenüber ihrer Umwelt geworden. Als das Betreute Wohnen des St. Michael-Zentrums fertig gestellt wurde, war die Leimbergerstrasse bereits eine Durchgangsstraße. Und es ist doch mal klar, dass bei einer Wohnung an einer Straße mit einer gewissen „Lärmbelästigung“ zu rechnen ist.
Auch mit dem Überqueren der Fahrbahn hatte ich als Rollstuhlfahrer noch nie Probleme, auch als es noch keinen Zebrastreifen gab. Das Problem sind eher die Anwohner, die vor oder nach dem Zebrastreifen die Straße überqueren, schräg über die Straße laufen, weil ihnen die paar Meter zum Zebrastreifen zu weit sind, oder noch schnell ohne nach rechts und links zu schauen auf den Zebrastreifen springen, wenn das Auto schon fast draufsteht. Auch die Beschilderung ist gut erkennbar, denn wie das Foto zeigt und im Bericht zu lesen ist, ist das Verkehrsschild vor den Bäumen und somit gut sichtbar. Auch zeigt das Foto eine leere Leimbergerstrasse, nur mit parkenden Autos, wo ist da bitte ein erhöhtes Verkehrsaufkommen?
Ich denke mal hier übertreiben ein paar Anwohner gewaltig. Für uns ist und bleibt das St. Michael-Zentrum eine Stätte der Erholung und Ruhe für das Alter. Noch ruhiger ist es dann nur noch am Friedhof, wo wir alle mal landen werden.
Geschrieben in St. Michael Zentrum, Zum Nachdenken, Aktionen & Projekte | Keine Kommentare »
Patientenverfügung - hier finden sie die aktuellen Formulare der Bayr. Justizverwaltung
9.7.2009 von Barrierefrei im Alltag (Uwe Barth, Michaela Barth).
Viel zu wenige Bürgerinnen und Bürger denken daran, Vorsorge für weniger gute Zeiten zu treffen – nämlich für den Fall, dass sie infolge eines Unfalls, einer schweren Erkrankung oder auch durch Nachlassen der geistigen Kräfte im Alter ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst wie gewohnt regeln können. Dabei ist in anderen Bereichen Vorsorge selbstverständlich – so bei der finanziellen Absicherung durch Vermögensbildung oder Versicherungen vielfältiger Art. Allerdings sollte sich jeder auch einmal die Frage stellen, wer im Ernstfall Entscheidungen für ihn treffen soll, wenn er selbst vorübergehend oder auf Dauer nicht mehr hierzu in der Lage ist, und wie seine Wünsche und Vorstellungen Beachtung finden können.
Die Broschüre Vorsorge für Unfall, Krankheit und Alter will dazu beitragen, im Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger die Notwendigkeit einer Vorsorge für den rechtlichen Betreuungsfall stärker als bisher zu verankern. Sie soll gleichzeitig konkrete Vorschläge für denjenigen liefern, der sich zu einer Vorsorgevollmacht oder Betreuungsverfügung und möglichst auch zu einer hiermit kombinierten Patientenverfügung entschließt.
Sie können die Broschüre kostenlos als pdf-Dokument herunterladen und für den privaten Gebrauch ausdrucken.
http://www.verwaltung.bayern.de/Anlage1928142/VorsorgefuerUnfall,KrankheitundAlter.pdf
Broschüre, A4, 57 Seiten
Herausgeber: Staatsministerium der Justiz und für Verbraucherschutz
Verlag: C. H. Beck
Stand: Februar 2008
Zusatzinformationen: Diese Broschüre ist im Buchhandel unter der Buchnummer ISBN 978-3-406-57518-1 erhältlich.
Bei Abnahme von mindestens 50 Exemplaren beträgt der Kaufpreis 3,70 € pro Stück.
Bitte wenden Sie sie sich an Ihre Buchhandlung oder direkt an den
Verlag C. H. Beck, Wilhelmstraße 9, 80801 München,
Tel.: 089/38189750,
Fax: 089/38189-358 oder -135,
E-Mail: bestellung@beck.de.
Geschrieben in Informatives, Rund um Pflege, Rund um Senioren, Aktionen & Projekte, Barrierefrei im Alltag | Keine Kommentare »
Pflege-Noten: Bayerisches Gesülze
2.7.2009 von Barrierefrei im Alltag (Uwe Barth, Michaela Barth).
Pressemitteilung:
1. Juli 2009
Pflege-Noten: Bayerisches Gesülze
Heute tritt das neue Verfahren zur Prüfung der Pflege-Qualität in Heimen (sog. Schulnoten-System) in Kraft. Neben zahlreichen Selbsthilfe-Verbänden greift auch die bayerische Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) das neue Verfahren scharf an. Dazu erklärt Elisabeth Scharfenberg MdB, Sprecherin für Pflegepolitik:
Frau Haderthauers Bild, das neue Prüfsystem sei eine einzige „Kompromiss-Sülze“, trifft zu. Wir möchten die bayerische Sozialministerin auf ihrem Weg der Selbsterkenntnis nicht bremsen. Denn sie selbst und ihre Partei haben mit der Pflegereform den Kessel für diese Sülze angeschürt.
Mit welchem Enthusiasmus sich die CSU in Bayern ein ums andere Mal von den Beschlüssen distanziert, die sie gemeinsam mit CDU und SPD in Berlin getroffen hat, ist eine bodenlose Heuchlerei.
Wir Grüne haben bei den Verhandlungen zur Pflegereform immer wieder gefordert, dass die Entwicklung des neuen Prüfverfahrens anders laufen muss. Weil das neue Prüfsystem für mehr Transparenz sorgen soll, hätte es in einem ebenso transparenten und unabhängigen Verfahren entwickelt werden müssen. Dagegen hat sich die große Koalition, also auch die CSU, verwehrt. Das Mindeste wäre es gewesen, die Organisationen und Verbände der Betroffenen, der Selbsthilfe und Verbraucher gleichberechtigt in die Entwicklung der neuen Prüfsystematik einzubinden. Immer wieder haben wir Grüne dies der großen Koalition, also auch der CSU, vorgeschlagen. Stattdessen haben CDU, SPD und CSU(!) diesen Organisationen lediglich ein Stellungnahmerecht zugestanden. Dass dies zu wenig war, zeigt sich nun eindrücklich.
________________________________
Elisabeth Scharfenberg, MdB
Bündnis 90/DIE GRÜNEN
Geschrieben in Rund um Pflege | Keine Kommentare »