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Archiv der Kategorie Stadt Weiden

Kein Behindertentransport?

Anzeige: Fahrer soll gegen Rollstuhlfahrerin ausfällig geworden sein - Probleme mit Linienverkehr

Weiden. (fku) “Jetzt ist das Maß voll.” Immer wieder, sagt Martina Komm, stehe sie im Alltag vor Problemen, weil ihre 14-jährige Tochter Nadine nun mal auf einen Rollstuhl angewiesen sei. Eine der größten Hürden seien Fahrten mit dem Linienbus. Nachdem jetzt auch noch ein Fahrer ausfällig gegen ihre Tochter geworden sein soll, erstattete Martina Komm Anzeige. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung, Beleidigung und fahrlässiger Körperverletzung.

Hintergrund ist ein Vorfall vom vergangenen Freitag. Auf dem Weg zur Schule wartete Nadine an der Haltestelle Rehbachstraße auf den Bus. So wie Mutter und Tochter das Geschehen schildern, kam daraufhin der Fahrer zu Nadine, um ihr beim Einstieg zu helfen.

Dabei soll er gefragt haben, was eigentlich wäre, wenn ein Fahrer Rückenprobleme habe. Ob deshalb nicht die Eltern warten und selbst beim Einsteigen helfen könnten. Nadine entgegnete, dass dies nicht möglich sei. Außerdem habe sie ein Recht darauf, befördert zu werden. Hierauf, so die 14-Jährige, sei der Fahrer laut geworden: Wir sind doch kein Behindertentransport. Und weil sich der Rollstuhl beim Hereinheben auch noch verklemmte, soll der Mann gegen das Lenk-Rad getreten haben, um es zu lösen - mit dem Ergebnis, dass es beschädigt wurde. Zu guter Letzt habe er Nadine, die eine Halskrause trug, mit viel Schwung in den Bus geschoben und ihre Wirbelverletzung damit verschlimmert. “Klein und hilflos” habe sie sich da gefühlt, erzählt die Schülerin.

Vorwürfe relativiert

Wolfgang Wies, dessen Unternehmen die Buslinien in Weiden betreibt, will die Vorwürfe so nicht stehen lassen. Wenn der Satz mit dem Behindertentransport gefallen sei, sei das sicher “sehr unglücklich”. Man müsse aber auch die Lage seines Mitarbeiters kennen: Er habe den Rollstuhl komplett anheben müssen und sich dabei den Rücken verrissen. Insofern könnte die Äußerung auch im Affekt gefallen sein. Auch dass das Lenk-Rad beschädigt worden wäre, sei nicht bekannt.

Überhaupt, so Wies, sei das Hereinheben eines - schweren - Rollstuhls problematisch. “Das kann eigentlich nicht die Aufgabe des Fahrers sein.” Weibliche Angestellte, gibt er zu bedenken, seien dazu nicht in der Lage. Und Wies sieht noch ein weiteres Problem: Während der Mitarbeiter am Freitag im Schnee stand, hätten die Fahrgäste einfach zugesehen: “Und keiner hilft ihm.” So oder so sei das Verhalten des Fahrers aber nicht akzeptabel, meint Martina Komm, zumal er die Tochter “schon mehrmals angegangen ist.” Sie wandte sich deshalb an die Polizei und Alexander Grundler, den Behindertenbeauftragten der Stadt. Auch ein Gesprächstermin mit OB Kurt Seggewiß ist anberaumt.

Der 39-jährigen Mutter wird es dann nicht nur um den Vorfall vom Freitag gehen, der im Grunde bloß das Fass zum Überlaufen gebracht habe. Probleme mit dem Linienverkehr gebe es schon länger - bisher allerdings nicht innerhalb der Stadt, sondern auf der Strecke von Weiden nach Neustadt, wo Nadine zur Schule geht. Dort würden oftmals auch ältere Reisebusse mit Treppen eingesetzt. Und während manche Fahrer Nadine dann extra in den Bus tragen, käme es auch regelmäßig vor, dass die 14-Jährige schlicht an der Haltestelle zurückgelassen werde. Der Besuch bei Freundinnen sei bei so viel Ungewissheit natürlich nur mehr schwer möglich. Dabei, sagt Martina Komm, hätten sie und ihre Tochter “sowieso schon so viel zu kämpfen”.  

Von (fku)  |  18.02.2010  | Netzcode: 2205819  |  Weiden

Hublift für das Foyer des Weidener Rathauses

Die Stadt Weiden ließ den Haupteingang und das Foyer des Neuen Rathauses behindertengerecht umbauen, um so Menschen mit Handicaps, Senioren mit Rollatoren und Müttern mit Kinderwägen den Zugang zu erleichtern.

Der Haupteingang erhielt eine Rampe und Schiebetüren. Der Zugang zum Foyer wurde mit einem Hublift (Tragkraft 225kg) ausgestattet, somit können auch Rollstuhlfahrer Ausstellungen im Foyer besichtigen und haben ungehinderten Zutritt.

Um den Lift zu betreiben benötigt man einen Schlüssel, den man an der Information erhält, aber auch der Euro-WC Schlüssel, der für die Behinderten WCs bundesweit genutzt wird, passt, um den Lift zu betreiben. Die Kippschalter sind leicht zu bedienen und zeigen die Funktionen an.

Es wird darum gebeten, nach Benutzung den Hublift wieder in der Ausgangsposition zu parken, um allen einen ungehinderten Zutritt ins Foyer zu ermöglichen.

Auch tagsüber in guten Händen

Von (ps)  |  05.02.2010  | Netzcode: 2182945  |  Weiden

Neue Einrichtung für pflegebedürftige Erwachsene

Weiden. (ps) Nachfrage ist vorhanden. “Auf uns sind immer wieder Angehörige zugekommen, die einen Pflegefall in der Familie haben. Den können sie zwar abends und am Wochenende selbst betreuen, aber tagsüber müssen sie in die Arbeit”, erzählt Sabine Kroy-Leci. Die Lösung: Eine Einrichtung für Tagespflege. Die eröffnet nun am Montag, 8. Februar, in der Mozartstraße ihre Pforten.

Von außen hat sich die ehemalige Gaststätte Waldheim wenig verändert. Nur große Schilder des Pflegedienstes Sonnenschein weisen auf die neue Einrichtung hin. Innen allerdings hat sich seit Anfang Oktober, als die Geschäftsführerinnen Christine Späth und Sabine Kroy-Leci mit dem Umbau begonnen haben, viel getan. In der ehemaligen Gaststube wurde ein gemütlicher Ess- und Aufenthaltsbereich eingerichtet. Die Küche wurde frisch aufpoliert. Dahinter schließt sich im ehemaligen Saal ein Ruheraum an, samt Snoezelenzimmer zur Entspannung. Der Toiletten- und Duschbereich wurde mit spezieller Farbgebung ansprechend gestaltet. Im Obergeschoss finden sich neben den Büros ein Therapie- und ein weiterer Ruheraum.

Hilfe für Angehörige

Gut 250 Quadratmeter stehen den Gästen der Tageseinrichtung künftig im Hauptgebäude zur Verfügung. Aufgrund der bisherigen Anfragen gehen die beiden Geschäftsführerinnen davon aus, dass ein Großteil der Betreuten an demenziellen Erkrankungen leiden wird. “Viele haben einfach Angst, ihre Mutter verlässt die Wohnung während sie in der Arbeit sind und findet dann nicht mehr zurück”, erklärt Sabine Kroy-Leci. Aber auch Erwachsene mit anderen Beeinträchtigungen können die Einrichtung in Anspruch nehmen.

Ob einen Vormittag pro Woche, einmal im Monat oder jede Woche montags bis freitags: Die Betreuungszeiten können individuell vereinbart werden. Je nach Betreuungszeit und Pflegestufe richtet sich dann der Tagespflegesatz für die betroffene Person, der von der Pflegekasse bezuschusst werden kann. Personen, die keine Pflegeeinstufung haben, müssen die gesamten Kosten privat aufbringen. Die Einrichtung ist ausschließlich für pflegebedürftige Erwachsene - nicht für Kinder oder Jugendliche - zugelassen.

“Wir bieten einen Hol- und Bringdienst an und natürlich Verpflegung”, sagt Sabine Kroy-Leci. Daneben sieht der Beschäftigungsplan unter anderem Singkreis, Gedächtnistraining, Gymnastik, kreative Gruppenstunden oder Leserunden vor. “Die Leute sollen bei uns nicht einfach nur am Sofa liegen, sondern beschäftigt werden und auch miteinander plaudern. Das fehlt vielen, die sonst den ganzen Tag allein Zuhause sind”, weiß Christine Späth. Wer will, kann sich beim Zubereiten von Nachspeisen oder Kuchen mit einbringen. Mit drei Vollzeitkräften und einer Teilzeitkraft - darunter eine Gerontotherapeutin - nimmt die Einrichtung am Montag ihren Betrieb auf. “Wir rechnen zunächst mit drei bis fünf Personen”, sagt Kroy-Leci. Insgesamt hält die Einrichtung 25 Plätze bereit.

JobErfolg 2009

Zentrum Bayern Familie und Soziales - Integrationsamt …

Elektronischer Personalausweis kommt ab 01.11.2010

Pressemitteilung der Stadt Weiden i. d. OPf. vom 25.01.2010

Nach dem Reisepass, der bereits seit 01.11.05 als sogenannter “ePass” einen integrierten Speicherchip enthält, wird diese Neuerung ab 01.11.10 auch im Personalausweis Einzug halten. Wie auch in anderen Bereichen, ermöglicht es der technische Fortschritt, den “ePersonalausweis” sogar mit noch mehr Funktionen auszustatten als sie der “ePass” derzeit bietet.

Der neue Personalausweis wird nur mehr die Größe einer Scheckkarte haben und so aussehen:

Elektronischer Personalausweis - Muster

Die Neuerungen auf einen Blick:

  • Einführung am 1. November 2010
  • Kreditkartenformat
  • Kontaktloser Chip im Karteninneren
  • Elektronische Ausweisfunktion (eID) für Transaktionen im Internet und an Automaten mit PIN und PUK (optional)
  • Vorbereitet für die elektronische Signatur zum rechtsverbindlichen Unterzeichnen digitaler Dokumente
  • Schutz gegen Missbrauch durch digitales Lichtbild und Fingerabdrücke (freiwillig) zur eindeutigen Zuordnung von Ausweis und Besitzer

Die Einführung des neuen Personalausweises verfolgt insbesondere das Ziel, die Voraussetzungen für elektronisches Ausweisen in den neuen Medien zu schaffen. Über 60 Millionen Bürgerinnen und Bürger nutzen ihren Personalausweis schon heute nicht nur zum Identitätsnachweis gegenüber Behörden, sondern vor allem im privaten Umfeld, beispielsweise beim Eröffnen eines Bankkontos oder beim Erwerb altersbeschränkter Waren. Mittlerweile verlagern sich diese Transaktionen und Prozesse immer mehr in das Internet. Einen vergleichbaren Standard-Identitätsnachweis für die Online-Welt, der die gebotenen Sicherheitsaspekte erfüllt, gibt es bislang jedoch nicht. Mit der Einführung des neuen Personalausweises wird diese Lücke geschlossen. Durch das nur noch scheckkartengroße Dokument wird das elektronische Ausweisen genauso einfach und sicher, wie es das Vorzeigen eines Personalausweises heute ist. Mit dem neuen Personalausweis können Dienstleister aus Wirtschaft und Verwaltung künftig elektronische Dienste anbieten, bei denen sich die Nutzer mit ihrem neuen Personalausweis authentisieren. Nur Anbieter, die erfolgreich eine staatliche Berechtigung beantragt haben, erhalten technischen Zugang zu einem Teil der Ausweisdaten ihrer Nutzer.

Durch das elektronische Ausweisen mit der eID-Funktion wird das Anmelden in Portalen, das Ausfüllen von Formularen und die Altersverifikation im Internet oder an Automaten erheblich erleichtert. Wenn die eID-Funktion im Personalausweis verwendet wird, kann z.B. das Ausfüllen von Registrierungsformularen und das Einloggen mit Benutzername und Passwort entfallen. Hierfür werden die notwendigen Daten aus dem Ausweis mit einem Lesegerät ausgelesen und an den Anbieter des jeweiligen Dienstes übertragen.

Die eID-Funktion ist ab dem 16. Lebensjahr möglich. Jedermann kann bei der Entgegennahme des neuen ePersonalausweises dann frei entscheiden,  ob er die eID-Funktion nutzen oder aber durch die Personalausweisbehörde ausschalten lassen will. Auch eine spätere Änderung dieser Entscheidung wird im Rahmen der Gültigkeit des Ausweises umsetzbar sein.

Selbstverständlich bleiben die bis einschließlich 31.10.10 ausgestellten Personalausweise bisheriger Art auch nach der Einführung des neuen “ePersonalausweises” bis zum Ablauf der individuellen Gültigkeitsdauer weiter gültig. Ein vorzeitiger Umtausch ist aber möglich. Die Höhe der für den “ePersonalausweis” anfallenden Gebühr ist derzeit noch nicht bekannt. Da der Besitz eines Ausweisdokumentes ab dem 16. Lebensjahr gesetzliche Bürgerpflicht ist, wird sich an der Gebührenhöhe keine allzu große Änderung ergeben.

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