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Archiv der Kategorie Wohnungssuche
bald im neuen Zuhause
26.11.2007 von Barrierefrei im Alltag (Uwe Barth, Michaela Barth).
ab 1. Februar 2007 können wir in unser neues Zuhause ziehn … mit Freuden erwarten wir diesen Termin … denn dann kann ich mich endlich wohl fühlen in einer behinderten - und rollstuhlgerechten Umgebung …
es ist eine grosse Last von mir gefallen und ich lasse jetzt einfach alles auf mich zukommen ….
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Hallo Tagebuch…
11.11.2007 von Barrierefrei im Alltag (Uwe Barth, Michaela Barth).
Mein Weihnachtswunsch hat sich erfüllt - endlich eine barrierefreie Wohnung …. heute war ich wieder dort und habe schon mal die Plätze verteilt, wo Steckdosen, Kabel etc . hinsollen, da sich die Wohnung noch im Rohbau befindet. Wenn alles klappt, so wie es soll, dann können wir noch vor Weihnachten einziehen. Wenn nicht dann zum Januar. Wir freuen uns schon rießig. DANKE AN DEN HERRGOTT, dass er unsere Gebete erhört hat.
Man sieht was lange währt, wird endlich gut. Damit auch andere behinderte Menschen bald zu einen Wohnraum kommen, werden wir weiterkämpfen. Und dass sich in Sachen Barrierefreiheit in Deutschland bald etwas bewegt. Und es im Gesetz verankert wird, dass Wohnraum geschaffen werden muss.
Morgen bin ich wieder in der Wohnung und treffe ich mit dem Architekten, der für den barrierefreien Ausbau zuständig ist …. dann gibt es mehr Infos
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es zeigen sich erste Auswirkungen
8.11.2007 von Barrierefrei im Alltag (Uwe Barth, Michaela Barth).
Hallo Tagebuch,
in den letzten Tagen habe ich dich etwas vernachlässigt … aber hier nun ein neuer Eintrag. In den letzten Tagen habe ich den Behindertenführer für Weiden in Angriff genommen. Hier finden sich alles was in Weiden barrierefrei ist, soweit bekannt, natürlich wird immer wieder aktualisiert.
Ich habe an alle Stadträte in Weiden Emails versandt, um für ein barrierefreies Weiden zu kämpfen. Habe auch schon erste Rückmeldungen und hoffe, dass sich hier etwas verändert für die Behinderten Menschen in Weiden.
Und in Sachen Wohnraum hat sich auch was bewegt. Nachdem ich über den Wohnungsmangel für Behinderte nun berichte, hat mir die Diakonie Weiden eine Wohnung angeboten, bzw. soll aus einer nicht benutzten Praxis ein barrierefreier Wohnraum für mich und meine Familie entstehen. Mehr demnächst …
Ausserdem hat die Diakonie noch weitere Wohnungen zum vermieten, Interressenten können sich gerne melden.
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zum Nachdenken …
26.10.2007 von Barrierefrei im Alltag (Uwe Barth, Michaela Barth).
Hallo ihr da draussen. Es ist schon zermürbend wenn sich nichts tut. Als behinderter Mensch kommt man sich vor, wie der nicht verwertbare Restmüll der Gesellschaft, denn genauso wird man auch behandelt. Die Rückantworten die man von den Medien, Politikern etc. bekommt, sind einfach ein Hohn. Man wird nur vertröstet, an andere Stellen verwiesen, oder es heisst, das Thema barrierefreier Wohnraum für Behinderte passt nicht in die Sendung, oder sie bekommen so viele Schreiben, alles können sie nicht bringen und so weiter. Aber es verwundert doch, dass über dieses Thema niemand reden oder berichten will. Man drückt sich einfach vor der Verantwortung, die die Gesellschaft gegenüber Behinderten hat. Wir gehören nun einmal zum Erscheinungsbild dazu.
Auch wenn wir keine vom Aussterben bedrohte Art sind, UNSER LEBENSRAUM IST BEDROHT!!!! Wo sind Menschen mit Herz, die für uns Wohnraum schaffen?!? Wer sieht sich hier angesprochen und zum Handeln inspiriert?!?
An manchen Tagen weiss ich gar nicht mehr, wie das alles noch werden soll. Der Zustand in meiner derzeitigen Wohnung wird immer schlimmer, der Laminat wellt sich und knackt und knarrt, so dass ich mit dem Rollstuhl kaum noch fahren kann, der Schimmel hat sich wieder verstärkt, die Wohnungstür bekomme ich selbst gar nicht mehr auf … und das Umsetzen auf die Toilette ohne Haltegriffe, wird immer schlechter. Es muss dringend was geschehen…
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die letzten Tage
17.10.2007 von Barrierefrei im Alltag (Uwe Barth, Michaela Barth).
Hallo Tagebuch, am Freitag war die Begehung für eine barrierefreie Innenstadt. Dabei waren eine Sehbehinderte, ein Rollifahrer (manuell) vom Behinderten Sportverein, meine Wenigkeit im E-Rollstuhl, der Behindertenbeauftragte Weidens und einige Herren von der Stadt (Tiefbau, Stadtbau etc..) … man lief durch die Strassen Weidens und gebracht hat es aber nichts. So sehe ich das zumindest. Denn wenn kein Geld da ist, um etwas zu ändern, braucht man auch nicht darüber reden. Auf die Behinderten wird nicht eingegangen, die Schuld wird auf Rollstuhlhersteller und Sanitätshäuser geschoben, die die Rollstühle mit zu kleinen Rädern ausrüsten, so dass sie in den Spalten des Kopfsteinpflastern hängen bleiben und so weiter ….
Von einigen TV & Zeitungs Redaktionen kamen Absagen, wie nicht anders zu erwarten war, denn über das Thema Wohnungsmangel barrierefreier Wohnungen will niemand schreiben oder reden. Passt nicht in ihre Sendung, sie bekommen ja so viele Zuschriften und und und. Alles dummes Geschwätz, ich sollte mich vielleicht mal nackt in den Rollstuhl setzen und durch die Stadt fahren oder mich im Rollstuhl anzünden, dann sind die Medien bestimmt schnell zur Stelle. Es wird über soviel berichtet, was eigentlich belanglos ist, aber die wahren Probleme der Menschen bleiben auf der Strecke. Ich kann ja ein Video ins Netz stellen und rumheulen, so wie der Britney Spears Fan … vielleicht hilft das weiter?!
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Brief aus dem Büro der Familienministerin
11.10.2007 von Barrierefrei im Alltag (Uwe Barth, Michaela Barth).
In der Tageszeitung gestern war wieder nichts an Wohnungsangeboten …
In der Stadt war ein Plakat einer Regensburger Firma “ Sanierung eines Hauses” in der Weidener Innenstadt in dem Senioren und Rollstuhlgerechte Wohnungen entstehen sollen. Ich habe dort sogleich angerufen, aber die Wohnungen werden nur verkauft, nicht vermietet. Es ist schon zermürbend …
Aus dem Büro von Ursula von der Leyen (CDU) Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend habe ich einen Brief erhalten, die mein Anliegen an das Ministerium für Bau, Verkehr … weitergegeben haben ….
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Rückantwort aus dem Büro der Behindertenbeauftragten Bayerns
9.10.2007 von Barrierefrei im Alltag (Uwe Barth, Michaela Barth).
Hallo Leute, heute habe ich per Email eine Rückantwort aus dem Büro der Behindertenbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung. Die Antwort habe ich unten angehängt. Also mal ehrlich, die Wohnungsnot der Behinderten ist nicht nur in Weiden, sondern bundesweit, ich möchte nicht wissen, wieviele behinderte Mitmenschen in München keinen barrierefreien Wohnraum haben und auf der Suche danach sind. Aber es ist immer dasselbe, nur rumreden, aber nichts machen. Das ist keine Lösung, es hilft keinem weiter, wenn man die bestehenden Probleme, nur an andere Stellen weiterschiebt.
Sehr geehrter Herr Barth,
vielen Dank für Ihre Mail an die Behindertenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung vom 30.09.2007. Wie bereits telefonisch besprochen, können wir Ihnen in Ihrer konkreten Situation zu unserem Bedauern leider nicht helfen. Der Behindertenbeauftragte der Stadt Weiden bemüht sich nach Kräften Ihnen bei Ihrem konkreten Wohnproblem behilflich zu sein. Dieser hat in einem Telefonat, ebenso wie Sie auch, die akute Knappheit an barrierefreien Wohnraum in Ihrer Region thematisiert.Wir werden die Situation weiterhin mit großer Aufmerksamkeit verfolgen.Mit freundlichen Grüßenxxx
Geschäftstelle der Behindertenbeauftragten
der Bayerischen Staatsregierung
Winzererstraße 9
80797 München
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keine Veränderungen
7.10.2007 von Barrierefrei im Alltag (Uwe Barth, Michaela Barth).
leider hat sich bisher nichts ergeben, am Samstag standen wieder keine passenden Wohnungen in der Zeitung ….
… das Wohnklima in der Wohnung wird jetzt in der nasskalten Jahreszeit immer unerträglicher … die hohe Luftfeuchte, der Laminatboden schlägt wieder Wellen, der Schimmel kommt wieder und man fühlt sich einfach krank … das atmen fällt schwerer und man hat immer einen Kloss im Hals … die Wohnungstür ging die letzten Tage fast gar nicht mehr auf, nur mit größter Kraftanstrengung läßt sich die Türe öffnen oder schließen … wir hatten gehofft nicht noch einen Winter in dieser Wohnung verbringen zu müssen
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Email aus dem Kanzleramt
5.10.2007 von Barrierefrei im Alltag (Uwe Barth, Michaela Barth).
Auf meine Anfrage an die Bundeskanzlerin Frau Merkel (die auf Afrika Reise ist) bekam ich heute aus dem Kanzleramt eine Rückantwort, mich an die Behindertenbeauftragte des Bundes Frau Karin Evers-Meyer zu wenden.
… Das ist genau das was ich immer sage, man wird entweder nur abgewimmelt oder wird weitergeleitet. Das Kanzleramt verweist an die Behindertenbeauftragte des Bundes, die verweist dann wieder an die Behindertenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, und die verweisen an den Behindertenbeauftragten von Weiden, der selbst eine barrierefrei Wohnung sucht….
wo leben wir eigentlich. Findet man es wirklich nicht für nötig, sich diesem Problem der Wohnungsnot der behinderten Menschen in Deutschland zu stellen und etwas zu unternehmen? Angeblich ist das Problem überall bekannt, aber keiner will etwas unternehmen.
Es muss doch möglich sein, eine bundeseinheitliche Regelung zu schaffen, die Bauherrn, Städte und Gemeinden verpflichtet barrierefrei zu bauen. In jedem Mehrfamilienhaus, kann man die EG-Wohnungen barrierefrei bauen, und in Häusern mit Aufzug, kann man das ganze Haus barrierefrei bauen, es gibt ja schließlich Zuschüsse für den Bau oder Umbau. Bedarf ist genügend da, aber keiner will etwas tun.
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Behinderte Menschen sind Randerscheinungen
4.10.2007 von Barrierefrei im Alltag (Uwe Barth, Michaela Barth).
Heute bekam ich einen Anruf aus dem Büro der Behindertenbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung. Ergebnis: Problem der Wohnungsnot für Behinderte ist bekannt, getan wird aber nichts. Sprich keine Hilfe vom Freistaat …. aber ich werde nicht aufgeben!!
Behinderte Menschen sind Randerscheinungen in unserer Gesellschaft und die Belange und Bedürfnisse der Behinderten Menschen interessiert nicht. HALLO AUFWACHEN !!!! Es kann jeden von heute auf morgen treffen, was machst du, wenn du morgen früh aufwachst und gelähmt bist, oder dir eines der Gliedmaßen fehlt. Was ist wenn man bei dir morgen MS diagnostiziert wird, oder du nicht mehr sehen oder hören kannst. Was wenn dein Kind behindert zur Welt kommt …. Wir gehören dazu, zur Gesellschaft, und daher sollte es selbstverständlich sein, dass unser Leben genauso frei von Barrieren ist, wie das der “normalen” Menschen.
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